MAGERE AUSBEUTE DER RELEGATIONSRUNDEN FÜR WALBECKER TEAMS

DIE CHANCEN ZUR NACHBESSERUNG DER OFFIZIELLEN ABSCHLUSSBILANZEN FÜR DIE DREI VERBANDS-DAMENTEAMS BLEIBEN WEITGEHEND UNGENUTZT.

IM HERRENBEREICH ERSPART FREMDE SCHÜTZENHILFE DER DRITTEN MANNSCHAFT IN DER KREISLIGA ENTSCHEIDUNGSSPIEL UM DEN KLASSENERHALT.

Magere Ausbeute der Relegationsrunden für Walbecker Teams. Die Chancen zur Nachbesserung der offiziellen Abschlussbilanzen für die drei Verbandsliga-Damenteams bleiben weitgehend ungenutzt. Im Herrenbereich erspart fremde Schützenhilfe der dritten Mannschaft in der Kreisliga Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt.

Betrachtet man die abgelaufene Saison von der offiziellen Abschlussbilanz her, dann war sie mit dem Aufstieg der ersten Herren- und Damenmannschaft jeweils in die NRW-Liga sowie dem zusätzlichen Titelgewinn in der Verbandsliga durch letztere mal wieder überaus erfolgreich. Daran ändert auch nur wenig, dass mit der vierten Herren- und der fünften Damenmannschaft zwei Absteiger zu beklagen sind. Wo viel Sonne scheint, da gibt es nun mal auch viel Schatten, was, erst recht bei einer Vielzahl von Mannschaften, durchaus zur Normalität sportlichen Aufs und Abs zu zählen ist. Hinzu kommt, dass das vergangene Spieljahr ein Höchstmaß an Spannung zu bieten hatte, weil ungewöhnlich viele Entscheidungen um Auf- und Abstieg buchstäblich erst mit dem letzten Ballwechsel fielen. Und als ob dies noch nicht reichte, ergab sich für einige Mannschaften, vornehmlich für die drei Verbandsliga-Damenteams und die Drittvertretung der Herren, die Chance, über die Relegation ihre Eigenbilanzen um einiges aufzuhübschen.

Der Holla-Vierer (Franziska u. Marina Holla, Verena Horsten, Lucca Mattheus) hatte sich als Meister der Verbandsliga und Aufsteiger in die NRW-Liga die Zusatzberechtigung erspielt, über eine Relegationsrunde sogar den Doppelsprung in die Oberliga in Angriff zu nehmen. So verlockend diese Chance auch sein mochte, ihre Wahrnehmung wäre zweifellos einem Abenteuer mit ungewissem Ausgang gleichgekommen, das nicht nur mit halben Weltreisen zu weit fernab liegenden Spielstätten den Kostenrahmen und das Zeitbudget gesprengt, sondern vor allem das eigene Leistungsvermögen gegen überstarke Konkurrenz überstrapaziert hätte. Da obendrein ein erster Schnupperversuch in Richtung Oberliga vermutlich bereits in der Relegationsrunde gescheitert wäre, beschloss die Mannschaft nach reiflicher Überlegung, sich mit dem diesjährigen Erfolg zufrieden zu geben und auf eine Teilnahme am Qualifikationsturnier zum nachträglichen Oberliga-Aufstieg zu verzichten. Eine mit Blick auf die eigenen Möglichkeiten kluge Entscheidung, zumal die höherklassige NRW-Liga mit ihren vielen Unbekannten schon genug Herausforderung und Spannung verspricht.

Die Reservistinnen, die sich seit Jahren als Kränzchen reifer Damen in zurückgezogener Gemütlichkeit durch die Verbandsliga schlängelten, tauchten in der letzten Rückrunde unversehens auf der großen Bühne auf und mischten, was man lange nicht mehr von ihnen gesehen hatte, mit griffigem Bällchenzauber, flinker Hand- und Beinarbeit, rasanten Quickies sowie einlochsicherem Schlagwerk die verdutzte Konkurrenz auf. Am Ende reichte es sogar zum vierten Tabellenplatz, der ihnen die Teilnahme an einer Aufstiegsrunde zur NRW-Liga einbrachte. Diese fand am 25./26. April in Anrath mit den Drittvertretern des Heimvereins und des SV DJK Holzbüttgen als weiteren Teilnehmern statt. Allzu viel Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden durften sich die Reservistinnen allerdings kaum machen, zumal fünf Wochen seit dem offiziellen Saisonende der Schwung aus der Meisterschaftsrunde mangels Spielpraxis längst wieder erlahmt war und obendrein davon auszugehen war, dass zunächst die Ergebnisse aus der Gruppe der Drittplazierten in die Wertung kamen, sodass die abschließende Rangliste der aufstiegsberechtigten Teams kaum noch bis zu den Viertplazierten ziehen würde. Dennoch nahm die Truppe die Gelegenheit wahr, sich wenigstens mit einer anständigen Vorstellung in die Sommerpause zu verabschieden. Doch schon in der ersten Begegnung gegen die Drittvertretung des heimischen TK Anrath gab es ein böses Erwachen. Nach den Doppeln, in denen es bereits wie Kraut und Rüben durcheinander ging, lag der „Nicky“-Vierer 0:2 zurück. Anschließend lieferte Hanne Hebinck, die vor lauter Angstschweiß, der von der Stirn herunter strömte, ihre Gegnerin nur noch schemenhaft wahrnehmen konnte, statt ihrer sonst explosiven Konterschläge lauter Blingänger zum 0:3 ab. „Steffi“ Gretz-Crabotti hielt sich immerhin fünf Sätze lang auf den Beinen, ehe sie nach harter Gegenwehr in der Endphase noch das 0:4 hinnehmen musste. Auf einen Turbo-Sieg zum 1:4 durch „Siggi“ Messer folgten postwendend drei Quickie-Schläge für „Nicky“, „Steffi“ und die grande dame Hanne Hebinck, sodass beim Stande von 1:7 die Messe bereits gesungen war. „Nickys“ Bemühen, wenigstens noch ein wenig Kosmetik anzubringen, reichte lediglich zu einem Satzgewinn und fertig war die 1:8 Klatsche.

Damit war schon gleich nach dem Auftakt die Luft, mit der man vielleicht in der Abendvorstellung dem SV DJK Holzbüttgen III noch einmal den Marsch hätte blasen können, so gut wie raus. So kam „Steffi“ Gretz-Carbotti nach ausgeglichenem Ausgang des Doppeldurchgangs beim anschließenden Solo-Blasen schnell aus dem Rhythmus und fing sich das 1:2 ein. Auch Hanne Hebinck brachte wenig Druck aufs Brettchen. Was ihrem ansonsten stabilen Resonanzkasten entwich, hörte sich allenfalls wie ein paar verirrte Angstfürzchen an, die ihre Gegnerin wenig beeindruckten. Und schon lag die Mannschaft 1:3 zurück. Immerhin brachten anschließend „Nicky“ und „Siggi“ ein paar kraftvolle Takte ins Spiel und glichen so zum 3:3 aus. Im weiteren Verlauf der Partie gaben sodann zusehends die Gegnerinnen den Ton an. Mit fünf Niederlagen in Folge ging die „Nicky“-Truppe einer deutlichen 3:8 Niederlage entgegen. Und so durfte das Projekt Aufstieg, ohnehin von Anfang an eher ein Randthema, bereits nach der ersten Relegationsrunde zu den Akten gelegt werden. Den Reservistinnen bleibt immerhin die Genugtuung, mit dem vierten Tabellenplatz in der Verbandsliga das beste Ergebnis seit vielen Jahren eingefahren zu haben. Und da aus der Erfahrung des abgelaufenen Spieljahres offensichtlich die Erkenntnis um sich gegriffen hat, dass mit abgehangenem Sitzfleisch allein kein erfolgreiches Einlochen zu erzielen ist, sondern nur mit durchtrainierter und ausgereifter Knackigkeit, dürfte es vielleicht in der kommenden Saison für die Truppe um „Nicky“ van de Locht im Zusammenspiel von Routine und Krummlegen dann doch noch zum Drehen am ganz großen Rad reichen.

Während also die erste Mannschaft aus wohl durchdachten Gründen und die Reservistinnen mangels Stehvermögen die Chancen auf Nachbesserung ihrer Jahresbilanzen schadlos ungenutzt ließen, ging es für die Drittvertretung, die als Neuling in der Verbandsliga von Anfang an um den Klassenerhalt zu kämpfen hatte und in der Endabrechnung auf dem vorletzten Tabellenplatz endete, darum, wenigstens in einer Abstiegsrunde noch den Klassenverbleib zu retten. Hierzu musste sie am 9. Mai in der heimischen Turnhalle gegen die Mitkonkurrenten DJK Bochum und TV Haaren antreten. Dabei zeigte sich, dass die Truppe um Corinna Hoffmann nach nur halbherziger Vorbereitung schwere Aufgaben vor sich hatte. In der ersten Partie gegen DJK Bochum geriet die Mannschaft durch den Verlust beider Doppel sowie Einzelniederlagen von Linda Horsten und Jana Allofs gleich mit 0:4 in Rückstand. Nachdem „Steppi“ mit einem Kampfsieg auf 1:4 verkürzt hatte, erwischte es der Reihe nach Corinna Hoffman, Jana Allofs und Linda Horsten zum 1:7. Dann endlich erwachte die Schnarchtruppe aus ihrer anfänglichen Schlafmützigkeit und kam über Siege von Corinna Hoffmann, „Steppi“ und Jana Allofs auf 4:7 heran. Zu mehr reichte es nicht mehr, weil anschließend Corinna Hoffmann bereits zum 4:8 Endstand ins Gras beißen musste.

Mit den Gedanken schon tief in der Sommerpause und von der ersten erfolglosen Sitzung der Nachprüfung arg geschlaucht, ging die Hoffmann-Truppe gegen TV Haaren in die nächste Bewährungsprobe. Und auch hier zeigte sich, dass ohne vorbereitendes Üben eben mal kein Blumentopf zu gewinnen ist. Erneut eröffneten die Nachbrummer auch den zweiten Prüfungsteil mit dem Manko eines 0:4 Rückstandes. Nachdem sodann Corinna Hoffmann mit einem furiosen Dreier zum 1:4 hatte glänzen können, fiel die Mannschaft durch Patzer von „Steppi“, Jana Allofs und Linda Horsten sogar auf 1:7 zurück. Sodann strich Corinna Hoffmann mit einer weiteren Glanzleistung das 2:7 ein, während „Steppi“ trotz harter Gegenwehr am Ende eines Marathon-Matches zur 2:8 Niederlage quittieren musste. Damit dürfte das Thema Klassenerhalt fürs Erste erledigt sein. Ein kleiner, wenn auch trügerischer Hoffnungsschimmer ergab sich dadurch, dass der SV Menne, ein Konkurrent der Parallelgruppe, auf seine Teilnahme an der Abstiegsrunde verzichtete, wodurch die „Steppi“-Truppe auf der Warteliste ein wenig nach oben vorrückte. Am Endergebnis wird dies wohl kaum noch was ändern. Und dieses lautet: Nachprüfung nicht bestanden und Abstieg in die Bezirksliga! Mithin wird die Tischtennisabteilung, statt wie bisher mit drei, ab der kommenden Saison nur noch mit den Reservistinnen als einziger Mannschaft in der Damen-Verbandsliga vertreten sein.

Im Herrenbereich musste als einzige die dritte Mannschaft zum Verbleib in der Kreisliga in die Abstiegsrelegation. Hierzu hätte sie gegen den SV Sonsbeck antreten müssen. Doch dank Schützenhilfe des TTC Kellen, der sich über die Relegation den nachträglichen Aufstieg in die Bezirksklasse gesichert hatte, blieb beiden Teams das Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt erspart, sodass sie auch in der kommenden Saison in der Kreisliga antreten dürfen. Und Altmeister Hermann Deckers, den seine Kameraden mit ihrem grausigen Gewusel, das fast den Abstieg gebracht hatte, zuletzt auf die Palme getrieben hatten, dürfte vorerst noch einmal beruhigt auf ihr Platz nehmen. Die Sommerpause über könnte er dann dort oben reichlich darüber nachgrübeln, wie seinen Kameraden endlich einmal das Chaoten-Image auszutreiben ist. Vielleicht könnten mit einer Wurfladung Kokosnüssen deren verbohrte Schädel weich geklopft und auf andere Gedanken gebracht werden. Raue Zeiten erfordern nun mal raue Methoden, wenn Einsicht zur vergeblichen Lebensmühe wird.

Mochten die Relegationsrunden hier und da hohe Erwartungen geweckt haben, im Ergebnis erbrachten sie durchweg das, was bei realistischer Einschätzung möglich war. Hält man dem Negativum des Abstiegs der dritten Damenmannschaft den Glücksfall des entscheidungslosen Klassenverbleibs der dritten Herrenmannschaft entgegen, blieb im Grunde alles bei dem, was schon die offizielle Abschlussbilanz ausgewiesen hatte.

DURCHWEG ERFREULICHE ABSHLUSSBILANZ IM DAMENBEREICH

VON DEN DREI VERBANDSLIGA-TEAMS ERRINGT DER FRONTVIERER DEN MEISTERTITEL UND STEIGT IN DIE NRW-LIGA AUF. RESERVISTINNEN QUALIFIZIEREN SICH MIT DEM VIERTEN TABELLENPLATZ FÜR DIE TEILNAHME AN EINER VORSORGLICHEN AUFSTIEGSRUNDE. DRITTE MANNSCHAFT MUSS ZUM ENDGÜLTIGEN KLASSENERHALT IN DIE VERLÄNGERUNG. AUF BEZIRKSLIGA-EBENE ENDET DIE SAISON FÜR DIE VIERTVERTRETUNG MIT DEM FÜNFTEN TABELLENRANG, WÄHREND SICH DIE FÜNFTE MANNSCHAFT NACH LEISTUNGSABFALL IN DER ENDPHASE IN RICHTUNG BEZIRKSKLASSE VERABSCHIEDEN MUSS.

Durchweg erfreuliche Abschlussbilanz im Damenbereich: Von den drei Verbandsliga-Teams erringt der Frontvierer den Meistertitel und steigt in die NRW-Liga auf. Reservistinnen qualifizieren sich mit dem vierten Tabellenplatz für die Teilnahme an einer vorsorglichen Aufstiegsrunde. Dritte Mannschaft muss zum endgültigen Klassenerhalt in die Verlängerung. Auf Bezirksebene endet die Saison für die Viertvertretung mit dem fünften Tabellenrang, während sich die fünfte Mannschaft nach Leistungsabfall in der Endphase in Richtung Bezirksklasse verabschieden muss.

Als die erste Mannschaft am Ende des letzten Jahres als Opfer eines erweiterten Abstiegs den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten musste, da stand von Anfang an fest, dass der sofortige Wiederaufstieg in die neu geschaffene NRW-Liga angepeilt werden sollte. Dabei zahlte sich schon frühzeitig die personelle Umschichtung aus, mit der das ehrgeizige und bisher schon im Damenbereich äußerst erfolgreiche Nachwuchstalent Lucca Mattheus für Hanne Hebinck in die Mannschaft genommen wurde. Denn mit der strukturellen Verjüngung ging gleichzeitig ein deutlicher Leistungsschub einher, mit dem sich der Frontvierer der Damenriege in einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen mit TuS Xanten auf Anhieb in die Rolle eines Titelkandidaten und Anwärters auf einen der beiden direkten Aufstiegsränge hineinspielte. Nachdem durch eine knappe 6:8 Niederlage im ersten direkten Vergleich zunächst den Xantenerinnen die alleinige Tabellenführung überlassen werden musste, drehte der Holla-Vierer im Rückspiel den Spieß um und verwies den bis dato amtierenden Spitzenreiter, dem zuvor schon die eigenen Reservistinnen einen Punkt abgeknöpft hatten, mit einem 8:6 Sieg auf den zweiten Tabellenplatz. Damit war auch die weitere Marschroute klar: Absicherung bzw. Ausbau des hauchdünnen Vorsprungs, um als Meister und Aufsteiger über die Ziellinie gehen zu können. Mit dem Schwung aus der Übernahme der alleinigen Tabellenführung konnte erst recht am ganz großen Rad gedreht werden. Und so griff das Quartett gegen das Schlusslicht DC Recklinghausen II bereits ungehemmt in die Speichen und ließ die Gästedamen derart schwindelerregend rotieren, dass bereits nach einer Stunde ein 8:0 Kantersieg zusammengerädert war. Ein wahrer Albtraum für eine Truppe, die sich mutig Dream Team nennt.

Nach dem Spaziergang gegen die Zweitvertretung des DC Recklinghausen war mit dem anschließenden Gastspiel beim Tabellendritten TSSV Bottrop (22:6), der als einziger aus dem Verfolgerfeld dem Spitzenduo mit SV Walbeck (28:2) und TuS Xanten (27:3) noch in die Parade hätte fahren können, volle Aufmerksamkeit gefragt. Die Aufgabe wurde auch dadurch nicht leichter, dass die Hausherrinnen nur zu Dritt antraten. Das wurde bereits im Doppeldurchgang deutlich, wo gleich die Paarung Horsten/Mattheus mit einer Dreierklatsche zum 0:1 auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Nachdem die Holla-Sisters mit einem kampflosen Spielgewinn den 1:1 Ausgleich hatten einstreichen können, fing sich Marina Holla postwendend das 1:2 ein, während gleichzeitig ihre Schwester „Frani“ am Nebentisch gegen ihre Gegnerin mit einem spritzigen Dreier auf 2:2 durchzog. Und schon schlug es erneut im Holla-Horsten-Lager ein, weil sich Verena Horsten entgegen der Stallorder, klug abwartend und vorbereitend ihre Einlochchancen zu suchen, in einen kopflosen Schlagabtausch hineinziehen ließ, in dem sie am Ende zum 2:3 den Kürzeren zog. Danach musste ein weiteres Mal ein kampfloser Spielgewinn durch Lucca Mattheus herhalten, um auf 3:3 gleichziehen zu können. Ein anschließender Doppelpack aus dem Hause Holla mit je einem Quickie von Marina und „Frani“ erbrachte die erstmalige Führung von 5:3. Mit einem Kampfsieg zum 6:3 brach Lucca Mattheus, das ohne Spieleinsatz Verena Horsten gutgeschriebene 7:3 bereits eingespeist, den letzten Widerstand der Gastgeberinnen, sodass „Frani“ Holla bereits in aller Ruhe mit einem Dreier den Schlussakt zum 8:3 Gesamtsieg abliefern konnte.

Mit 30:2 Punkten bog der Holla-Vierer auf die Zielgerade ein und das Fernduell mit TuS Xanten, bei dem nach dem bereits für beide Teams feststehenden Aufstieg nur noch der begehrte Meistertitel offen war, ging in die entscheidende Phase. Und es war kaum davon auszugehen, dass sich „Frani“ Holla und Co. auf ihrem heißen Sturmlauf in Richtung Meisterschaft ausgerechnet vom Tabellensiebten Spvvg. Meiderich 06/95 so kurz vor dem Ziel noch in die Karre pinkeln ließen, auch wenn wegen Erkrankung auf den Einsatz von Lucca Mattheus, die durch „Nicky“ van de Locht ersetzt wurde, verzichtet werden musste. Und ohne großes Vorgeplänkel ging die Truppe auch gleich in die Vollen. Das eingespielte Paradedoppel Holla-Holla wuselte mit rasanten Stellungswechseln und variabel platzieren Schussfolgen durch die Box und fuhr mit einem fein abgestimmten Quickie locker die 1:0 Führung ein. Mehr Kraft und Ausdauer musste dagegen die Ersatzpaarung Horsten/van de Locht investieren, um mit einem hart umkämpften Fünfsatz-Sieg auf 2:0 erhöhen zu können. Dann rückte nacheinander mit „Frani“, Marina und Verena die hauseigene Sturmtruppe der Holla-Horsten-Fraktion zu einem Durchmarsch in Richtung 5:0 vor. Als sodann Ersatzspielerin „Nicky“ und „Frani“ angesichts des beruhigenden Zwischenstands die Zügel ein wenig schleifen ließen und mit einer allzu offenen Spielweise ihren Gegnerinnen geradezu reihenweise Einlochchancen servierten, da brauchte sich niemand zu wundern, dass diese ein derart großzügiges Angebot dankend annahmen und auf 5:2 verkürzten. Aus dem Fauxpas ihrer Schwester klug geworden, präsentierte sich Marina Holla bei ihrem nächsten Auftritt rundum bis zur Halskrause zugeknöpft und schneiderte mal mit rückhändiger Anti-Patsche, mal mit spritzigem Vorhand-Staccato ihre Gegnerin Schritt für Schritt derart auf Einlochreife zurecht, dass am Ende die Punkte fast wie auf dem Laufband zum 6:2 ins Körbchen purzelten. Auch Verena Horsten, ansonsten häufig als Ballerfrau ohne Kopf unterwegs, hatte sich endlich mal unter Kontrolle, brachte mit klug variierten Schlägen die Bällchen dort unter, wo es der Gegnerin wehtut, und erhöhte locker auf 7:2. Ebenso hatte „Nicky“, mit der, wenn es nicht nach Wunsch läuft, schon mal der Gaul durchgeht, bei ihrem nächsten Auftritt die Zügel fest in der Hand, legte einen ihrer leider selten zu bewundernden „Nicky-Quickies“ hin und vollendete so bereits frühzeitig zum 8:2 Gesamtsieg.

Zum Saisonabschluss stand mit dem Lokalderby beim TTC BW Geldern-Veert noch einmal ein Tischtennis-Leckerbissen auf dem Programm. Hatten die Begegnungen zwischen beiden Vereinen allein schon aus Gründen einer auf Dauer angelegten, wenn auch freundschaftlich gepflegten, Ortsrivalität stets ein nachhaltiges Geschmäckle, so erst recht jetzt, wo ausgerechnet in Geldern letzte Hand an das Meisterstück für den Nachbarn aus dem westlichen Vorort angelegt werden sollte. Da sich die Herzogstädterinnen, die im Laufe der Saison selbst für eine Weile im Spitzengeschäft mitmischen konnten, vermutlich nicht damit begnügen würden, den Walbecker Gästen auf den letzten Schritten zum Meistertitel nur Spalier zu stehen, und andererseits der Holla-Vierer keineswegs gewillt war, sich kurz vor dem großen Ziel noch einen unliebsamen Beinpinkler verpassen zu lassen, sprach eigentlich alles für ein heiß umkämpftes Saisonfinale. Doch zum vor allem von Gelderner Seite erhofften großen „show-down“ kam es nicht, weil der Holla-Vierer schon gleich im Doppeldurchgang furios zur 2:0 Führung auftrumpfte. Nachdem sich Marina Holla nicht unerwartet gegen die Gelderner Spitzenspielerin Katia Jansen das 2:1 eingefangen hatte, erhöhten postwendend Schwester „Frani“ gegen Sandra Ehren und Cousine Verena Horsten gegen Annemarie Falkowski, die Gelderner Ikone und Weltenbummlerin in Sachen Tischtennis, auf 4:1. Nachdem Lucca Mattheus sogar auf 5:1 nachgelegt hatte, zog zunächst „Frani“ noch einmal kräftig vom Leder und deklassierte die gegnerische Nummer Eins, Katia Jansen, mit einem furiosen Dreier zum 6:1. Mit je einem weiteren Quickie durch Marina Holla und den Shootingstar Lucca Mattheus fand eine einseitige Partie mit einem 8:1 Kantersieg, der für die Heimmannschaft einem Fiasko gleichkam und den Gästen den wohl verdienten Meistertitel einbrachte, ein Ende, das in dieser Deutlichkeit wohl von den wenigsten vorausgeahnt worden war. Trotz des für sie unrühmlichen Saisonausklangs ließen es sich die Gastgeberinnen nicht nehmen, dem Holla-Vierer zum Titelgewinn und Aufstieg in die NRW-Liga fair zu gratulieren.

Während der Holla-Vierer mit jugendlichem Ehrgeiz seiner langjährigen Erfolgsstory öffentlichkeitswirksam ein weiteres Kapitel anheftete, bevorzugten die Reservistinnen, ihrer Gewohnheit treu bleibend, als Kränzchen reiferer Damen zunächst nach wie vor die Zurückgezogenheit von Wochenend-Treffs, bei denen sie bislang stets mit den Pfunden ihrer Routine wuchern konnten, um einigermaßen sorgenfrei in der Verbandsliga über die Runden zu kommen. Und so hatte die „Nicky“-Truppe auch bis zum Start in die Rückrunde der laufenden Saison mit 10:10 Punkten erneut kaum mehr als Durchschnittskost zu bieten. Umso überraschender sodann die Leistungsexplosion, mit dem die Reservistinnen ihre Fans, die sie außer bei den Heimspielen kaum mal zu Gesicht bekamen, aus der Reserve lockten. Spätestens mit den sensationellen Punktgewinnen gegen den Spitzenreiter TuS Xanten und den Tabellenvierten TTC BW Geldern-Veert (je 7:7) schossen die Spekulationen darüber, wo, wann und mit wem die reiferen Damen ihr abgehangenes Sitzfleisch, mit dem nun mal keine großen Sprünge mehr zu machen waren, in griffiges Frischfleisch verarbeitet haben könnten, gleichsam ins Kraut. Wie dem auch sei! Gegen TTV Rees-Groin präsentierte Teamchefin „Nicky“ eine Truppe, die wie ein Phoenix aus der Asche neu erstanden mit geradezu stürmischem Eifer den Gästedamen an die Wäsche ging. Nach einer schnellen 2:0 Führung im Pärchen-Auftritt legte „Steffi“ Gretz-Carbotti, die in ihrem Einlochdrang nicht zu bremsen war, mit einem spritzigen Dreier auf 3:0 nach. Gerade mal einen Satz mehr benötigte Ines Vogel, um zügig auf 4:0 zu erhöhen. Auch Hanne Hebinck ließ sich nicht lumpen, und nahm mit einem Quickie gleichsam aus dem Stand ihre Gegnerin zum 5:0 nach Strich und Faden auseinander. Leider konnte „Nicky“ mit dem Tempo, das ihre Kameradinnen vorlegten, nicht mithalten und musste zum 5:1 die Segel streichen. Dann ließ es „Steffi“ Gretz Carbotti etwas behutsamer angehen, ohne ihre Gegnerin aus dem Auge zu verlieren, und nutzte die volle Distanz, um mit elegantem Vorhandjob zielsicher auf das 6:1 hinzuarbeiten. Ähnlich abwartend schnibbelte dann Ines Vogel an ihrer Gegnerin herum, bis sie gleichsam auf dem letzten Drücker zum 7:1 einschob. Und last but not least nahm sich auch Hanne Hebinck für ihren zweiten Auftritt fünf Sätze Zeit, um mit einer sehenswerten Konterserie einen eleganten Schlussakt zum 8:1 Kantersieg hinzulegen, der bei nunmehr 18:14 Punkten den vierten Tabellenplatz einbrachte, mit dem am Ende sogar die Berechtigung zur Teilnahme an einer vorsorglichen Aufstiegsrunde verbunden war.

Damit lockte plötzlich, wenn auch eher nur theoretisch, ein Sprung aus dem stillen Kämmerlein auf die große Bühne, welche die erste Mannschaft als Meister bereits frühzeitig für sich in Beschlag genommen hatte. Und so brachte allein schon die vage Aussicht, im Windschatten des Holla-Vierers noch einmal am ganz großen Rad drehen zu können, ein wenig mehr Bewegung in die „Nicky“-Truppe, aus welcher schon mal die eine oder andere Spielerin auch über die Woche beim Krummlegen gesichtet wurde. Kein Wunder! Denn zur Absicherung des vierten Tabellenranges und zum Einzug in die Verlängerung war vor sich hin dümpelnde Gemütlichkeit fehl am Platz. Gefragt war auf einmal ungewohnt nachhaltiges Stehvermögen, zu erarbeiten über eine gehörige Portion Trainingsfleiß. Nicht gerade das, was die Kameradinnen um Teamchefin „Nicky“ bislang besonders ausgezeichnet hätte. Immerhin kam das relativ leichte Restprogramm den Reservistinnen schon mal entgegen. Und so setzten sie beim Tabellensiebten Spvvg. Meiderich06/95 ihren zuletzt guten Lauf fort. Nach einer schnellen 2:0 Führung im Doppeldurchgang leistete sich zunächst Ines Vogel einen Grasbeißer zum 2:1, ehe postwendend der Reihe nach „Steffi“ Gretz Carbotti, „Siggi“ Messer und Hanne Hebinck mit je einem Dreier auf 5:1 davonzogen. Dann schaltete „Steffi“ Treibstoff sparend kurzzeitig einen Gang zurück, was ihrer Gegnerin einen der wenigen Satzgewinne auf Meidericher Seite erlaubte. Dann riss sie den Knüppel wieder rum und schob nach rasanter Schussfahrt locker zum 6:1 ein. Nachdem Ines Vogel, die nach ihrem total verkorksten ersten Auftritt, ihr Schnittwerk längst wieder auf volle Schärfe hoch gewetzt hatte, mit einem Schnelldurchgang auf 7:1 nachgelegt hatte, erledigte Hanne Hebinck mit blitzschnellen Wechseln von Stopps und Konterschüssen von der Tischkante weg ihre Gegnerin bereits zum 8:1 Gesamtsieg.

Die Reservistinnen, zwischenzeitlich längst von behäbigen Sesselfurzerinnen zur Speedy-Truppe mutiert, legten zum Abschluss der Saison gegen das Schlusslicht DC Dream Team Recklingshausen II sogar noch eins drauf und fegten mit „Steppi“ als Ersatz für Ines Vogel die Gästedamen, die nur zu Dritt angereist waren, in einem furiosen Dreier-Spektakel bei lediglich drei Satzverlusten mit einer geradezu demütigenden 8:0 Klatsche von den Tischen. Mit der deutlichen Leistungssteigerung in der Schlussphase war auch gleichzeitig bei einer Schlussbilanz von 22:14 Punkten der vierte Tabellenplatz und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur NRW-Liga, bei der „Nicky“ und Co. in ihrer Gruppe auf TK RW Anrath II und SV DJK Holzbüttgen III treffen werden, endgültig gesichert.

Die dritte Mannschaft musste als Neuling in der Verbandsliga dagegen erwartungsgemäß kräftig Lehrgeld zahlen und hatte es bis Mitte der Rückrunde mal gerade auf zwei Siege gegen das Schlusslicht DC Dream Team Recklinghausen II gebracht. Mit 4:24 Punkten bog sie auf die Zielgerade ein, auf der es darum ging, den vorletzten Tabellenplatz zum nachträglichen Klassenerhalt in eine Relegationsrunde hinüberzuretten. Die Chance, vielleicht sogar noch die fünf Zähler bis zum rettenden Mittelfeld wettzumachen, war allenfalls theoretischer Natur und vermutlich schon nach der nächsten Partie gegen den Tabellendritten TSSV Bottrop reine Makulatur. Und in der Tat blieb die Mannschaft, die stark ersatzgeschwächt antreten musste, ohne jede Chance und kam mit einer 0:8 Klatsche arg unter die Räder.

Umso energischer trumpfte der Neuling, der gleichsam als zweiter Anzug des Holla-Horsten-Clans, deren Chefin „Geli“ allerdings nach wie vor krankheitsbedingt nicht mit von der Partie sein konnte, in der Verbandsliga unterwegs war, gegen den Tabellensiebten Spvvg. Meiderich 06/95 auf. Nach ausgeglichenen Doppeln legte Jana Allofs, die sich immer mehr zum Zugpferd der Holla-Horsten-Ersatzkoppel entwickelt, auf 2:1 vor. Nachdem Linda Horsten sich anschließend zum 2:2 vergaloppiert hatte, bügelte Corinna Hoffmann den Ausreißer ihrer Stallgefährtin Linda mit einem flotten Dreier wieder zur 3:2 Führung aus. Sodann scheiterte „Siggi“ Messer an der letzten Hürde eines langen Umlaufs und musste den erneuten Ausgleich von 3:3 hinnehmen. Und schon war Jana Allofs auf ihrem nächsten Einloch-Trip, der ihr mit einem ungefährdeten Zieleinlauf das 4:3 einbrachte. Dann verrannten sich gleichzeitig Linda Horsten und Corinna Hoffmann in der verwirrenden Vielzahl des Parcours-Gestänges und mussten erstmals die gegnerische Equipe auf 4:5 davonziehen lassen. Mit einem „Messer“-scharfen Husarenritt glich „Siggi“ postwendend zum 5:5 aus, ehe Corinna Hoffmann ihre nächste Runde verletzungsbedingt frühzeitig zum 5:6 abbrechen musste. Dafür nahm Jana Allofs ein weiteres Mal flinkfüßig und sprunggewaltig jede Hürde und schon war das Rennen beim Stande von 6:6 wieder völlig offen. Spät, aber nicht zu spät begriff auch Linda Horsten, die aufmerksam verfolgt hatte, wie gnadenlos zuvor Jana zu ihren Einloch-Sprüngen angesetzt hatte, dass beim Ringen in der Box kein Schönheitspreis zu vergeben, sondern knallharte Bein- und Handarbeit gefragt war, und rang sich zu einem ungewohnten Krummlege-Auftritt durch, bei dem sie sogar eine krachende Schwarte in Kauf nahm. Der Erfolg gab ihr recht. Geschmeidig auf den Beinen erarbeitete sie sich mal eng am Tisch mit blitzschnellen Kontern aus verdeckter Vorhand, mal mit zugkräftigen Schussvarianten aus der Halbdistanz eine Versenkungschance nach der anderen. Das Ganze zu einem sehenswerten Quickie verpackt endete mit der Führung zum 7:6, bei der plötzlich sogar der dritte Saisonsieg in der Luft hing. Aus dem ganz großen Wurfe wurde leider nichts, weil „Siggi“ Messer, die es hätte richten sollen, lediglich Fortunas kalte Schulter zu Gesicht bekam und am Ende zum 7:7 quittieren musste. Immerhin wurde zwei Spieltage vor Saisonschluss mit dem Gewinn des fünften Saisonpunktes das Schlusslicht DC Dream Team Recklingshausen II (2:30), das rein theoretisch noch hätte aufschließen können, weiterhin auf Distanz gehalten.

Nach dem Teilerfolg gegen Meiderich trauten ganz kühne Optimisten der Hoffmann-Truppe sogar einen Beinpinkler gegen den Ortsrivalen TTC BW Geldern-Veert zu. Auch wenn sich diese sehr weit aus dem Fenster gelehnt hatten, nahm deren Sensationsgier schon recht schnell an der harten Wirklichkeit ein jähes Ende. Denn der Tages-Output blieb mit zwei Siegen von Jana Allofs und einem weiteren von Corinna Hoffmann recht bescheiden. Dank der gleichzeitigen Schützenhilfe der Reservistinnen mit einem 8:0 Sieg über den Tabellenletzten Recklinghausen II blieb auch die eigene 3:8 Derby-Niederlage gegen TTC BW Geldern-Veert für die Situation in der Abstiegszone ohne Folgen.

Mit einem Vorsprung von drei Zählern vor dem direkten Absteiger Recklinghausen II hatte sich der Hoffmann-Vierer bereits vor der Abschlusspartie beim PSV Kamp-Lintfort die Chance, den Klassenerhalt auf dem Umweg über die Relegationsrunde zu sichern, offen halten können. Mithin durfte sich die Mannschaft relativ gelassen zum Saisonfinale in Richtung Kamp-Lintfort auf die Socken machen. Und ohne den Druck, noch dringend benötigte Punkte einfahren zu müssen, zeigte der Neuling noch einmal alles, was er rund um das Spiel mit Latte und Bällchen zu bieten hat, aber schamhaft geizend bislang eher unter Verschluss gehalten hatte. Nach dem Doppeldurchgang, der 1:1 endete, tänzelte zunächst Linda Horsten mal wieder wie auf einem Laufsteg durch die Box, ließ hier und da Bällchen als Blickfang rotieren und wedelte bisweilen sogar mit dem einen oder anderen Überzieher. Alles jedoch lauter amüsante Gags, die ihrer Gegnerin kaum imponierten, geschweige denn sonderlich wehtaten. Schließlich wurde Linda, die bei ihren Model-Attitüden gänzlich vergaß, dass die Bällchen zum Punkten ins eigene Körbchen gehören und die Überzug-Masche gegnerische Einlochversuche unterbinden soll, Opfer ihrer eigenen Verspieltheit und musste sich schneller, als ihr lieb sein konnte, zum 1:2 vernaschen lassen. Nachdem sich Jana Allofs mit letztem Einsatz zum 2:2 Ausgleich durchgekämpft hatte, drückten „Siggi“ Messer und Corinna Hoffmann aufs Tempo und legten zügig auf 4:2 nach. Dann geriet erst einmal Jana Allofs, die schon bei ihrem ersten Auftritt ungewohnte Schwächen hatte erkennen lassen, gänzlich von der Rolle und fing sich das 4:3 ein. Da anschließend weder Linda Horsten noch Corinna Hoffmann ihre Gegnerinnen in den Griff bekamen, wurde es beim Stande von 4:5 wieder eng. Zum Glück trumpfte wenigstens „Siggi“ Messer nervenstark auf und glich mit einem ungefährdeten Dreisatzsieg zum 5:5 aus. Und schon erwischte es erneut Jana Allofs und Corinna Hoffmann, die ihre Gegnerinnen auf 5:7 davonziehen lassen mussten. Noch aber bestand wenigstens die Chance auf eine Punkteteilung. Zunächst ein Fall für „Siggi“ Messer, die sich bislang schon in blendender Verfassung präsentiert hatte und auch in dieser kritischen Phase die Ruhe bewahrte. Cool und clever spielte sie ihre ganze Routine aus und rang mit einem Kampfsieg ihre Gegenspielerin zum 6:7 nieder. Und als sodann Linda Horsten zum Schlussakt an den Tisch gebeten wurde, da befürchteten nicht wenige einen weiteren Diva-Auftritt für die Galerie. Und in der Tat zog Linda, wie gewohnt, erwartungsvolle Blicke auf sich. Doch diesmal nicht mit der Optik einer geschmeidig herumschwänzelnden Selbstdarstellerin, sondern mit knallharten und zugkräftigen Handgriffen. Geschickt die Bällchen im Spiel haltend schnibbelte sie sich ihre Einlochchancen zurecht, um im richtigen Moment ein ums andere Mal locker einzuschieben. Mit dieser Masche legte Linda summa summarum auch noch einen rasanten Dreier aufs Parkett, der die Zuschauer immer wieder von den Sitzen riss. Ein sehenswerter Schlussauftritt, mit dem noch einmal ein wohl verdienter Punkt zur 6:30 Endbilanz eingefahren werden konnte, auch wenn er an der abschließenden Gesamtkonstellation – vorletzter Tabellenrang – nichts mehr zu ändern vermochte. Schade nur, dass sich die Mannschaft erst so spät zu einer Leistungssteigerung aufraffen konnte. Vielleicht hätte sie sich das nun zum Klassenerhalt notwenige Nachsitzen ersparen können. Immerhin: die letzten Auftritte berechtigen zu der Hoffnung, dass die Mannschaft die Relegationsrunde, in der sie auf TV Haaren und DJK Viktoria Bochum treffen wird, erfolgreich übersteht. Verdient hätte sie es.

Während die drei Verbandsligavertreter eine insgesamt erfreuliche Abschlussbilanz hinlegten, die sich neben dem Gewinn des Meistertitels und dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die NRW-Liga für die beiden anderen Teams noch über Relegationsrunden nachträglich aufhübschen lässt, ging es auf der Bezirksliga-Etage eher bescheiden zu. Die vierte Mannschaft, die bis Mitte der Rückrunde im Hauptpulk dahertrabte, startete mit einem Guthaben von 12:14 Punkten in die Schlussphase, in der es lediglich noch darum ging, sich bei den zu erwartenden Positionskämpfen im Mittelfeld gefahrlos abzusichern, so auch mit der Partie beim Tabellensiebten TV Mehrhoog, die zunächst mit wechselnden Vorteilen für die eine oder andere Mannschaft bis zum 4:5 unspektakulär dahinplätscherte. Sodann leitete „Conny“ de Witt mit einem Kampfsieg zum erneuten Ausgleich von 5:5 die Wende ein. „Steppi“ setzte mit einem Dreier zum 6:5 nach. Und schon platzte auch bei Marianne Sieben, die sich bis dato mit einer Statistenrolle hatte begnügen müssen, der Knoten. Mit einem langatmigen Schiebe-Auftritt wuselte sie sich auf 7:5 durch. Für ein elegantes Finale hatte sich „Conny“ de Witt ein besonderes Kunststück aufgehoben. Sie legte einen lupenreinen Schnapsnummer-Quickie (dreimal 11:9) hin und zog so bereits den Schlussstrich zu einem 8:5 Gesamtsieg, mit dem sich der „Steppi“-Vierer vorübergehend auf den fünften Tabellenrang vorarbeiten konnte.

In der festen Absicht, ihre Zwischenbilanz von 14:14 Punkten aufzubessern, bat „Steppi“ mit ihrer Truppe das Schlusslicht TTC BR Schaephuysen zu einer Kurzvisite in die Boxen. Kaum an den Tischen packte sie ihr ganzes Repertoir an Folterwerkzeugen aus. Als erstes rollte die Doppel-Walze van Stephaudt/van Adrichem-Hendrix zum 1:0 über die gegnerische Paarung hinweg. Das Oldie-Duo Sieben/de Witt zog ihre Kontrahentinnen mit eingespieltem Würgegriff durchs Geviert und erhöhte auf 2:0. Im Einzeldurchgang zündete „Steppi“ gleich zweimal gewaltige Fass-Bomben und sprengte sich so jeweils im Schnelldurchgang den Weg zu ihren beiden Spielgewinnen frei. Fast grausam anzusehen war, wie sich die Gästedamen an dem wie eine Deutsche Eiche fest verwurzelten Bollwerk Marke „Manu“ van Adrichem-Hendrx reihenweise die Köpfe einrannten und so um zwei weitere Punkte erleichtert wurden. Und was sich wie das Rattern einer Nähmaschine anhörte, war in Wirklichkeit die Abfolge von Nadelstichen, mit denen Marianne Sieben bei ihren beiden Auftritten unablässig ihre Gegnerinnen bis zur Totaldurchlöcherung und Selbstaufgabe erfolgreich traktierte. Bei der Grobheit, welche der „Steppi“-Vierer an den Tag legte, konnte am Ende selbst „Conny“ de Witt, die sich mit den hinterfurzigen Tricks ihrer Kameradinnen zunächst partout nicht anfreunden konnte und sich mit einem grundsoliden ehrlichen Auftritt prompt die einzige Niederlage des Tages eingefangen hatte, nicht mehr anders, als in dieselbe Kerbe zu hauen. Und so fiel sie kurz entschlossen, wenn auch innerlich widerstrebend, zum Schluss des seltsamen Spektakels doch noch mit einem wilden Dreier zum 8:1 Kantersieg über ihre Gegnerin her.

Nach dem furchterregenden Intermezzo gegen Schaephuysen legte die „Steppi“-Truppe, um nicht um ihren ansonsten guten Ruf bangen zu müssen, beim Tabellenvorletzten BV DJK Kellen flugs wieder eine gesittete Gangart an den Tag. Die Umstellung fiel ihr allerdings offensichtlich schwer, wie der ausgeglichene Verlauf der Partie zeigen sollte. Bis auf eine zwischenzeitliche 4:2 Führung, bei der es nach einem Durchbruch aussah, konnte sich die Mannschaft keinen entscheidenden Vorteil erspielen. Die Kiste blieb durchgehend eng und endete schließlich mit einem 7:7, das immerhin zur Festigung des fünften Tabellenplatzes verhalf.

Richtig zur Sache ging es dann wieder beim Tabellendritten TV Voerde II, wo die launische „Steppi“-Clique wie die Feuerwehr loslegte und gleich mit 5:1, wobei lediglich „Manu“ einmal aus der Reihe tanzte, in Führung ging. Nachdem sodann zunächst „Steppi“ und ein weiteres Mal „Manu“ zum 5:3 gepatzt hatten, war mal wieder „Quickie Time“ angesagt, die der Reihe nach Marianne Sieben, „Conny“ de Witt und „Steppi“ lustvoll zum Durchmarsch in Richtung eines 8:3 Gesamtsieges nutzten.

Nach dem jüngsten Sturmlauf war die Mannschaft mit nunmehr 19:15 Punkten dank einiger Verschiebungen im oberen Tabellenfeld unversehens bis auf drei Zähler an den Zweitplatzierten TTV Rees-Groin II (22:12) herangerückt. Und so eröffnete sich urplötzlich die Chance, vielleicht über den Relegationsrang sogar noch ins Aufstiegsgeschäft einzugreifen. Doch auf dem Weg dorthin hätte mit dem Spitzenreiter DJK Kleve, der als nächster seine Aufwartung gab, eine nahezu unüberwindbare Hürde genommen werden müssen. Und welche Herkules-Aufgabe da zu bewältigen war, zeigte sich schon frühzeitig mit einem 0:4 Rückstand. Daran änderte sich auch nach dem Gegenschlag von Marianne Sieben zum 1:4 so gut wie nichts, da anschließend der Reihe nach Ersatzspielerin Helen Hebinck sowie „Steppi“ und „Manu“ zum 1:7 ins Gras beißen mussten. Nach zwei weiteren Spielgewinnen zum 3:7 durch Marianne Sieben und Helen Hebinck, ging nach nur drei Runden für Marianne Sieben zum Zeichen einer 3:8 Niederlage bereits die weiße Fahne hoch. Und so ging der „Steppi“-Vierer nach einer recht wechselvollen Saison mit 19:17 Punkten auf dem zuletzt angestammten fünften Tabellenplatz über die Ziellinie.

Die fünfte Mannschaft, als Bezirksliga-Neuling viel versprechend in die Saison gestartet, lag Mitte der Rückrunde mit 12:14 Punkten nach wie vor gut im Rennen, auch wenn sie immer stärker in eine dicht gedrängte Vierergruppe hineingezogen wurde, in dem hart um den Klassenerhalt gerungen wurde. Bei zwei direkten Absteigern und der Möglichkeit für den Drittletzten der Abschlusstabelle, über eine Relegationsrunde den Klassenverbleib zu sichern, war jeder Zähler Gold wert. Angesichts der prekären Tabellensituation bedurfte es hierzu aber noch gewaltiger Anstrengungen, an denen es der Teven-Truppe zuletzt sichtbar zu mangeln schien. Und wenn dann auch noch Personalprobleme, wie gegen den Spitzenreiter DJK Kleve, wo die Mannschaft nur zu Dritt antrat, hinzukommen, dann konnte es um einen erfolgreichen Endkampf um den Klassenerhalt nicht allzu gut bestellt sein. Richtete die unter diesen Voraussetzungen nahezu zwangsläufige 1:8 Klatsche gegen die haushoch favorisierten Damen der DJK Kleve nur wenig Schaden an, weil der fünfte Tabellenplatz behauptet werden konnte, so kam dem anschließenden Gastspiel bei den Klever Reservistinnen, die aktuell den achten Tabellenplatz belegten, schon eher richtungweisende Bedeutung zu. Umso unverständlicher, dass sich die „Nicky“-Truppe mit dem Verlust beider Doppel sowie Patzern von „Nicky“ Teven, „Bötti“ und „Biggi“ Kannengießer gleich den ersten Schneid abkaufen ließ und einem frühen 0:5 Rückstand hinterherlaufen musste. Nachdem sodann Birgit Kloesges und „Bötti“ zunächst auf 2:5 hatten verkürzen können, erwischte es erst mal wieder „Nicky“ Teven, die sich mit einer weiteren Kraut-und-Rüben-Vorstellung das 2:6 einfing. Wie so oft in fast hoffnungsloser Situation riss sich die Kämpfernatur Birgit Kloesges, um Schlimmeres zu verhüten, in bewährter Manier den Hintern bis zur Halskrause auf und leitete mit einem zum 3:6 erfolgreichen Fünfsatz-Fight einen Zwischenspurt ein, der über weitere Spielgewinne von „Biggi“ Kannengießer und „Bötti“ zum 5:6 Anschluss führte. Zu mehr reichte es nicht mehr, weil sowohl Birgit Kloesges als auch Birgit Kannengießer der Klever Schlussoffensive wenig entgegenzusetzen hatten und fast widerstandslos zur 5:8 Niederlage quittieren mussten.

Nach der leichtfertig vergebenen Chance, sich im Kampf um den Klassenerhalt ein wenig Luft zu verschaffen, war die Mannschaft mit 12:18 Punkten auf den siebten Tabellenplatz – nur zwei Zähler von dem Feld der direkten Absteiger entfernt – zurückgefallen. Der seidene Faden, an dem das Schicksal der Teven-Truppe hing, begann bereits bedrohlich zu reißen. Und es stand zu befürchten, dass es gegen den Tabellenzweiten TTV Rees-Groin II weiter abwärts ging. Und in der Tat lagen die Schwerenöter nach ausgeglichenen Doppeln und zwei Klatschen für „Bötti“ und „Nicky“ bereits frühzeitig 1:3 zurück, ehe Marion van Huet mit einem Dreisatz-Sieg auf 2:3 verkürzen konnte. Das war auch gleichzeitig das Letzte, was an Zählbarem gegen die favorisierten Gäste heraussprang. Ohne die Bereitschaft und die Kraft, sich noch einmal aufzubäumen, torkelten „Nicky“ und Co. der nächsten Schlappe entgegen, die dann mit 2:8 auch recht deutlich ausfiel. Dass die Mannschaft durch diese Niederlage nicht weiter nach unten durchgereicht wurde, war allein dem Umstand zu verdanken, dass auch in der unmittelbaren Abstiegszone alles beim Alten geblieben war.

Mit der anschließenden Partie gegen den Tabellenzehnten BV DJK Kellen war vermutlich die vorerst letzte Chance gegeben, sich aus eigener Kraft noch aus der immer bedrohlicher werdenden Lage zu befreien. Und es war in der Tat der Truppe das Bemühen anzumerken, mit einem beherzten Griff nach dem Strohhalm noch das Schlimmste zu verhüten. Kein leichtes Unterfangen gegen einen Gegner, für den es nicht minder um Alles oder Nichts ging, wie sich bereits im Doppeldurchgang andeutete, der, wenn auch erst nach harter Gegenwehr, mit einem 0:2 Rückstand endete. Nachdem „Bötti“ sodann mit wuchtigem Körpereinsatz auf 1:2 verkürzt hatte, fing sich „Nicky“ Teven, die schon seit geraumer Zeit ihrer Form hinterher läuft und sich ein weiteres Mal mit dem Einlochen schwer tat, das 1:3 ein. Mit einem spritzigen Dreier setzte sich postwendend Marion van Huet zum 2:3 Anschluss durch. Recht unglücklich agierte Helen Hebinck, die sich nach einer 2:0 Satzführung noch das Heft aus der Hand nehmen ließ und so das 2:4 hinnehmen musste. Laut ging es derweil am Nebentisch zu, wo „Bötti“ im Stile einer Cholerikerin ständig über fehlgeschlagene Einlochversuche mit sich haderte, stampfend und fauchend ihre Nerven strapazierte und am Ende ihren Rumpelstilzchen-Auftritt mit einer Dreier-Klatsche zum 2:5 bezahlen musste. Und dann endlich mal ein Auftritt von „Nicky“ Teven, wie man ihn aus längst vergessenen besseren Zeiten kennt. Mit bis zur Schamgrenze hochgekrempelter Kampfmontur, ihrem Markenzeichen, verschaffte sie sich die nötige Beinfreiheit, um ihre Gegnerin flinkfüßig unablässig vor sich her zu treiben, bis sie diese einlochbereit vors Schlagwerk bekam und mit zugkräftigem Linkshandjob lustvoll einschieben konnte. Eine Erfolgsmasche, mit der sie schon in ihrer Sturm-und-Drang-Phase reihenweise ihre Kontrahentinnen vernaschte und nach ihren zuletzt eher schlappen Vorstellungen eine Renaissance erlebte, die ihr einen souveränen Spielgewinn zum 3:5 einbrachte. Danach tauchte Marion van Huet erst einmal zu einer Dreierrunde durchs Fettnäpfchen ab, wodurch die Mannschaft weiter auf 3:6 zurückgeworfen wurde. Nachdem Helen Hebinck mit überlegtem Angriffsspiel das 4:6 markiert hatte, wurde erneut Marion van Huet mit einem Dreier aus den Socken gehoben, sodass beim Stande von 4:7 der Ofen bereits wieder vorzeitig auszugehen schien. Doch bevor es gruselig kalt zu werden drohte, nutzte „Bötti“ die letzten noch glimmenden Flämmchen, um mit einem Kraftakt noch einmal auf 5:7 nachzuschüren. Das kam prompt der Teamchefin „Nicky“, die es ohnehin gern heiß liebt, zugute. Mit dem von „Bötti“ entfachten Feuer unter dem Hintern ließ „Nicky“ einen geradezu explosionsreifen Nachbrenner zum 6:7 vom Brettchen. Die Gästedamen, von einer derartig heißen Nummer kalt erwischt, blickten verdutzt in die Runde und ehe sie so richtig wahrnahmen, was da angesichts eines schon fast sicheren Sieges auf sie zukam, hatte ihnen Helen Hebinck bereits eine gesalzene Trefferserie zum 7:7 Endstand untergejubelt. Zweifellos ein wichtiger Punktgewinn, mit dem der siebte Tabellenplatz behauptet werden konnte. Bliebe es auch nach Abschluss der Saison bei dieser Konstellation, wäre sogar auf direktem Wege der Klassenerhalt gesichert.

Die endgültige Entscheidung in der Abstiegsfrage musste also am letzten Spieltag fallen, wobei sich die Tabellensituation im unteren Bereich wie folgt darstellte: SV Walbeck V (13:21, BV DJK Kellen (12:22), TV Mehrhoog (11:23), TTC BR Schaephuysen (3:31). Mithin wäre die „Nicky“-Truppe nur mit einem Sieg in der abschließenden Partie beim Lokalrivalen TTC BW Geldern-Veert II endgültig in Sicherheit. In allen anderen Fällen musste darauf gehofft werden, dass auch die übrigen Mannschaften der Vierergruppe zum Saisonabschluss nicht ungeschoren davon kämen. Die letzte Runde als „Russisches Roulette“ – das war Brisanz pur und das Letzte, was man sich nach einem ohnehin schon nervenaufreibenden Wettkampfjahr wünschen mochte. Sei’s drum! „Nickys“ Team hatte es immerhin – wenn auch eher nur theoretisch – selbst in der Hand, beim Lokalderby in Geldern alles klar zu machen, auch wenn praktisch die Aussichten hierzu nicht gerade rosig waren. Und wie allseits befürchtet, zeigte sich sehr bald, dass für „Nicky“ und Co. beim Tabellendritten nicht allzu viel auszurichten war. Vom ersten Ballwechsel weg ging es unaufhaltsam einer bösen Klatsche entgegen, die sich nur dank zweier Gegenschläge von „Bötti“ mit 2:8 in vertretbaren Grenzen hielt. Nachdem mit dieser Niederlage ein zum unrühmlichen Verlauf der Saison passender Schlussstrich gezogen war, stand die Frage im Raum: war es für den Neuling ein Ende ohne Schrecken oder ein Schreck ohne Ende? Die Antwort kam von den Spielstätten der engsten Mitkonkurrenten, von wo wenig Gutes zu vermelden war. BV DJK Kellen und TV Mehrhoog lieferten mit Siegen am Schlusstag die Hiobsbotschaft, mit der für die „Nicky“-Truppe das Aus in der Bezirksliga, das einen Spieltag zuvor noch vermeidbar schien, traurige Gewissheit wurde. Die Mannschaft nahm den Fauxpas, wohl wissend, dass er nicht wie ein Last-Minute-Pech eingeschlagen war, sondern tiefer liegend in der inneren Verfasstheit der Truppe zu suchen war, gelassen und mit erstaunlich oberflächlichem Bedauern hin. Langes Nachtrauern hilft ohnehin wenig. Angesagt ist vielmehr die Bereitschaft, beim Neuanfang in der Bezirksklasse dort anzusetzen, wo es bislang für ein erfolgreiches Auftreten gehapert hat.

Durchweg erfreuliche Abschlussbilanz im Damenbereich: Von den drei Verbandsliga-Teams erringt der Frontvierer den Meistertitel und steigt in die NRW-Liga auf. Reservistinnen qualifizieren sich mit dem vierten Tabellenplatz für die Teilnahme an einer vorsorglichen Aufstiegsrunde. Dritte Mannschaft muss zum endgültigen Klassenerhalt in die Verlängerung. Auf Bezirksebene endet die Saison für die Viertvertretung mit dem fünften Tabellenrang, während sich die fünfte Mannschaft nach Leistungsabfall in der Endphase in Richtung Bezirksklasse verabschieden muss. Als die erste Mannschaft am Ende des letzten Jahres als Opfer eines erweiterten Abstiegs den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten musste, da stand von Anfang an fest, dass der sofortige Wiederaufstieg in die neu geschaffene NRW-Liga angepeilt werden sollte. Dabei zahlte sich schon frühzeitig die personelle Umschichtung aus, mit der das ehrgeizige und bisher schon im Damenbereich äußerst erfolgreiche Nachwuchstalent Lucca Mattheus für Hanne Hebinck in die Mannschaft genommen wurde. Denn mit der strukturellen Verjüngung ging gleichzeitig ein deutlicher Leistungsschub einher, mit dem sich der Frontvierer der Damenriege in einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen mit TuS Xanten auf Anhieb in die Rolle eines Titelkandidaten und Anwärters auf einen der beiden direkten Aufstiegsränge hineinspielte. Nachdem durch eine knappe 6:8 Niederlage im ersten direkten Vergleich zunächst den Xantenerinnen die alleinige Tabellenführung überlassen werden musste, drehte der Holla-Vierer im Rückspiel den Spieß um und verwies den bis dato amtierenden Spitzenreiter, dem zuvor schon die eigenen Reservistinnen einen Punkt abgeknöpft hatten, mit einem 8:6 Sieg auf den zweiten Tabellenplatz. Damit war auch die weitere Marschroute klar: Absicherung bzw. Ausbau des hauchdünnen Vorsprungs, um als Meister und Aufsteiger über die Ziellinie gehen zu können. Mit dem Schwung aus der Übernahme der alleinigen Tabellenführung konnte erst recht am ganz großen Rad gedreht werden. Und so griff das Quartett gegen das Schlusslicht DC Recklinghausen II bereits ungehemmt in die Speichen und ließ die Gästedamen derart schwindelerregend rotieren, dass bereits nach einer Stunde ein 8:0 Kantersieg zusammengerädert war. Ein wahrer Albtraum für eine Truppe, die sich mutig Dream Team nennt. Nach dem Spaziergang gegen die Zweitvertretung des DC Recklinghausen war mit dem anschließenden Gastspiel beim Tabellendritten TSSV Bottrop (22:6), der als einziger aus dem Verfolgerfeld dem Spitzenduo mit SV Walbeck (28:2) und TuS Xanten (27:3) noch in die Parade hätte fahren können, volle Aufmerksamkeit gefragt. Die Aufgabe wurde auch dadurch nicht leichter, dass die Hausherrinnen nur zu Dritt antraten. Das wurde bereits im Doppeldurchgang deutlich, wo gleich die Paarung Horsten/Mattheus mit einer Dreierklatsche zum 0:1 auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Nachdem die Holla-Sisters mit einem kampflosen Spielgewinn den 1:1 Ausgleich hatten einstreichen können, fing sich Marina Holla postwendend das 1:2 ein, während gleichzeitig ihre Schwester „Frani“ am Nebentisch gegen ihre Gegnerin mit einem spritzigen Dreier auf 2:2 durchzog. Und schon schlug es erneut im Holla-Horsten-Lager ein, weil sich Verena Horsten entgegen der Stallorder, klug abwartend und vorbereitend ihre Einlochchancen zu suchen, in einen kopflosen Schlagabtausch hineinziehen ließ, in dem sie am Ende zum 2:3 den Kürzeren zog. Danach musste ein weiteres Mal ein kampfloser Spielgewinn durch Lucca Mattheus herhalten, um auf 3:3 gleichziehen zu können. Ein anschließender Doppelpack aus dem Hause Holla mit je einem Quickie von Marina und „Frani“ erbrachte die erstmalige Führung von 5:3. Mit einem Kampfsieg zum 6:3 brach Lucca Mattheus, das ohne Spieleinsatz Verena Horsten gutgeschriebene 7:3 bereits eingespeist, den letzten Widerstand der Gastgeberinnen, sodass „Frani“ Holla bereits in aller Ruhe mit einem Dreier den Schlussakt zum 8:3 Gesamtsieg abliefern konnte. Mit 30:2 Punkten bog der Holla-Vierer auf die Zielgerade ein und das Fernduell mit TuS Xanten, bei dem nach dem bereits für beide Teams feststehenden Aufstieg nur noch der begehrte Meistertitel offen war, ging in die entscheidende Phase. Und es war kaum davon auszugehen, dass sich „Frani“ Holla und Co. auf ihrem heißen Sturmlauf in Richtung Meisterschaft ausgerechnet vom Tabellensiebten Spvvg. Meiderich 06/95 so kurz vor dem Ziel noch in die Karre pinkeln ließen, auch wenn wegen Erkrankung auf den Einsatz von Lucca Mattheus, die durch „Nicky“ van de Locht ersetzt wurde, verzichtet werden musste. Und ohne großes Vorgeplänkel ging die Truppe auch gleich in die Vollen. Das eingespielte Paradedoppel Holla-Holla wuselte mit rasanten Stellungswechseln und variabel platzieren Schussfolgen durch die Box und fuhr mit einem fein abgestimmten Quickie locker die 1:0 Führung ein. Mehr Kraft und Ausdauer musste dagegen die Ersatzpaarung Horsten/van de Locht investieren, um mit einem hart umkämpften Fünfsatz-Sieg auf 2:0 erhöhen zu können. Dann rückte nacheinander mit „Frani“, Marina und Verena die hauseigene Sturmtruppe der Holla-Horsten-Fraktion zu einem Durchmarsch in Richtung 5:0 vor. Als sodann Ersatzspielerin „Nicky“ und „Frani“ angesichts des beruhigenden Zwischenstands die Zügel ein wenig schleifen ließen und mit einer allzu offenen Spielweise ihren Gegnerinnen geradezu reihenweise Einlochchancen servierten, da brauchte sich niemand zu wundern, dass diese ein derart großzügiges Angebot dankend annahmen und auf 5:2 verkürzten. Aus dem Fauxpas ihrer Schwester klug geworden, präsentierte sich Marina Holla bei ihrem nächsten Auftritt rundum bis zur Halskrause zugeknöpft und schneiderte mal mit rückhändiger Anti-Patsche, mal mit spritzigem Vorhand-Staccato ihre Gegnerin Schritt für Schritt derart auf Einlochreife zurecht, dass am Ende die Punkte fast wie auf dem Laufband zum 6:2 ins Körbchen purzelten. Auch Verena Horsten, ansonsten häufig als Ballerfrau ohne Kopf unterwegs, hatte sich endlich mal unter Kontrolle, brachte mit klug variierten Schlägen die Bällchen dort unter, wo es der Gegnerin wehtut, und erhöhte locker auf 7:2. Ebenso hatte „Nicky“, mit der, wenn es nicht nach Wunsch läuft, schon mal der Gaul durchgeht, bei ihrem nächsten Auftritt die Zügel fest in der Hand, legte einen ihrer leider selten zu bewundernden „Nicky-Quickies“ hin und vollendete so bereits frühzeitig zum 8:2 Gesamtsieg. Zum Saisonabschluss stand mit dem Lokalderby beim TTC BW Geldern-Veert noch einmal ein Tischtennis-Leckerbissen auf dem Programm. Hatten die Begegnungen zwischen beiden Vereinen allein schon aus Gründen einer auf Dauer angelegten, wenn auch freundschaftlich gepflegten, Ortsrivalität stets ein nachhaltiges Geschmäckle, so erst recht jetzt, wo ausgerechnet in Geldern letzte Hand an das Meisterstück für den Nachbarn aus dem westlichen Vorort angelegt werden sollte. Da sich die Herzogstädterinnen, die im Laufe der Saison selbst für eine Weile im Spitzengeschäft mitmischen konnten, vermutlich nicht damit begnügen würden, den Walbecker Gästen auf den letzten Schritten zum Meistertitel nur Spalier zu stehen, und andererseits der Holla-Vierer keineswegs gewillt war, sich kurz vor dem großen Ziel noch einen unliebsamen Beinpinkler verpassen zu lassen, sprach eigentlich alles für ein heiß umkämpftes Saisonfinale. Doch zum vor allem von Gelderner Seite erhofften großen „show-down“ kam es nicht, weil der Holla-Vierer schon gleich im Doppeldurchgang furios zur 2:0 Führung auftrumpfte. Nachdem sich Marina Holla nicht unerwartet gegen die Gelderner Spitzenspielerin Katia Jansen das 2:1 eingefangen hatte, erhöhten postwendend Schwester „Frani“ gegen Sandra Ehren und Cousine Verena Horsten gegen Annemarie Falkowski, die Gelderner Ikone und Weltenbummlerin in Sachen Tischtennis, auf 4:1. Nachdem Lucca Mattheus sogar auf 5:1 nachgelegt hatte, zog zunächst „Frani“ noch einmal kräftig vom Leder und deklassierte die gegnerische Nummer Eins, Katia Jansen, mit einem furiosen Dreier zum 6:1. Mit je einem weiteren Quickie durch Marina Holla und den Shootingstar Lucca Mattheus fand eine einseitige Partie mit einem 8:1 Kantersieg, der für die Heimmannschaft einem Fiasko gleichkam und den Gästen den wohl verdienten Meistertitel einbrachte, ein Ende, das in dieser Deutlichkeit wohl von den wenigsten vorausgeahnt worden war. Trotz des für sie unrühmlichen Saisonausklangs ließen es sich die Gastgeberinnen nicht nehmen, dem Holla-Vierer zum Titelgewinn und Aufstieg in die NRW-Liga fair zu gratulieren. Während der Holla-Vierer mit jugendlichem Ehrgeiz seiner langjährigen Erfolgsstory öffentlichkeitswirksam ein weiteres Kapitel anheftete, bevorzugten die Reservistinnen, ihrer Gewohnheit treu bleibend, als Kränzchen reiferer Damen zunächst nach wie vor die Zurückgezogenheit von Wochenend-Treffs, bei denen sie bislang stets mit den Pfunden ihrer Routine wuchern konnten, um einigermaßen sorgenfrei in der Verbandsliga über die Runden zu kommen. Und so hatte die „Nicky“-Truppe auch bis zum Start in die Rückrunde der laufenden Saison mit 10:10 Punkten erneut kaum mehr als Durchschnittskost zu bieten. Umso überraschender sodann die Leistungsexplosion, mit dem die Reservistinnen ihre Fans, die sie außer bei den Heimspielen kaum mal zu Gesicht bekamen, aus der Reserve lockten. Spätestens mit den sensationellen Punktgewinnen gegen den Spitzenreiter TuS Xanten und den Tabellenvierten TTC BW Geldern-Veert (je 7:7) schossen die Spekulationen darüber, wo, wann und mit wem die reiferen Damen ihr abgehangenes Sitzfleisch, mit dem nun mal keine großen Sprünge mehr zu machen waren, in griffiges Frischfleisch verarbeitet haben könnten, gleichsam ins Kraut. Wie dem auch sei! Gegen TTV Rees-Groin präsentierte Teamchefin „Nicky“ eine Truppe, die wie ein Phoenix aus der Asche neu erstanden mit geradezu stürmischem Eifer den Gästedamen an die Wäsche ging. Nach einer schnellen 2:0 Führung im Pärchen-Auftritt legte „Steffi“ Gretz-Carbotti, die in ihrem Einlochdrang nicht zu bremsen war, mit einem spritzigen Dreier auf 3:0 nach. Gerade mal einen Satz mehr benötigte Ines Vogel, um zügig auf 4:0 zu erhöhen. Auch Hanne Hebinck ließ sich nicht lumpen, und nahm mit einem Quickie gleichsam aus dem Stand ihre Gegnerin zum 5:0 nach Strich und Faden auseinander. Leider konnte „Nicky“ mit dem Tempo, das ihre Kameradinnen vorlegten, nicht mithalten und musste zum 5:1 die Segel streichen. Dann ließ es „Steffi“ Gretz Carbotti etwas behutsamer angehen, ohne ihre Gegnerin aus dem Auge zu verlieren, und nutzte die volle Distanz, um mit elegantem Vorhandjob zielsicher auf das 6:1 hinzuarbeiten. Ähnlich abwartend schnibbelte dann Ines Vogel an ihrer Gegnerin herum, bis sie gleichsam auf dem letzten Drücker zum 7:1 einschob. Und last but not least nahm sich auch Hanne Hebinck für ihren zweiten Auftritt fünf Sätze Zeit, um mit einer sehenswerten Konterserie einen eleganten Schlussakt zum 8:1 Kantersieg hinzulegen, der bei nunmehr 18:14 Punkten den vierten Tabellenplatz einbrachte, mit dem am Ende sogar die Berechtigung zur Teilnahme an einer vorsorglichen Aufstiegsrunde verbunden war. Damit lockte plötzlich, wenn auch eher nur theoretisch, ein Sprung aus dem stillen Kämmerlein auf die große Bühne, welche die erste Mannschaft als Meister bereits frühzeitig für sich in Beschlag genommen hatte. Und so brachte allein schon die vage Aussicht, im Windschatten des Holla-Vierers noch einmal am ganz großen Rad drehen zu können, ein wenig mehr Bewegung in die „Nicky“-Truppe, aus welcher schon mal die eine oder andere Spielerin auch über die Woche beim Krummlegen gesichtet wurde. Kein Wunder! Denn zur Absicherung des vierten Tabellenranges und zum Einzug in die Verlängerung war vor sich hin dümpelnde Gemütlichkeit fehl am Platz. Gefragt war auf einmal ungewohnt nachhaltiges Stehvermögen, zu erarbeiten über eine gehörige Portion Trainingsfleiß. Nicht gerade das, was die Kameradinnen um Teamchefin „Nicky“ bislang besonders ausgezeichnet hätte. Immerhin kam das relativ leichte Restprogramm den Reservistinnen schon mal entgegen. Und so setzten sie beim Tabellensiebten Spvvg. Meiderich06/95 ihren zuletzt guten Lauf fort. Nach einer schnellen 2:0 Führung im Doppeldurchgang leistete sich zunächst Ines Vogel einen Grasbeißer zum 2:1, ehe postwendend der Reihe nach „Steffi“ Gretz Carbotti, „Siggi“ Messer und Hanne Hebinck mit je einem Dreier auf 5:1 davonzogen. Dann schaltete „Steffi“ Treibstoff sparend kurzzeitig einen Gang zurück, was ihrer Gegnerin einen der wenigen Satzgewinne auf Meidericher Seite erlaubte. Dann riss sie den Knüppel wieder rum und schob nach rasanter Schussfahrt locker zum 6:1 ein. Nachdem Ines Vogel, die nach ihrem total verkorksten ersten Auftritt, ihr Schnittwerk längst wieder auf volle Schärfe hoch gewetzt hatte, mit einem Schnelldurchgang auf 7:1 nachgelegt hatte, erledigte Hanne Hebinck mit blitzschnellen Wechseln von Stopps und Konterschüssen von der Tischkante weg ihre Gegnerin bereits zum 8:1 Gesamtsieg. Die Reservistinnen, zwischenzeitlich längst von behäbigen Sesselfurzerinnen zur Speedy-Truppe mutiert, legten zum Abschluss der Saison gegen das Schlusslicht DC Dream Team Recklingshausen II sogar noch eins drauf und fegten mit „Steppi“ als Ersatz für Ines Vogel die Gästedamen, die nur zu Dritt angereist waren, in einem furiosen Dreier-Spektakel bei lediglich drei Satzverlusten mit einer geradezu demütigenden 8:0 Klatsche von den Tischen. Mit der deutlichen Leistungssteigerung in der Schlussphase war auch gleichzeitig bei einer Schlussbilanz von 22:14 Punkten der vierte Tabellenplatz und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur NRW-Liga, bei der „Nicky“ und Co. in ihrer Gruppe auf TK RW Anrath II und SV DJK Holzbüttgen III treffen werden, endgültig gesichert. Die dritte Mannschaft musste als Neuling in der Verbandsliga dagegen erwartungsgemäß kräftig Lehrgeld zahlen und hatte es bis Mitte der Rückrunde mal gerade auf zwei Siege gegen das Schlusslicht DC Dream Team Recklinghausen II gebracht. Mit 4:24 Punkten bog sie auf die Zielgerade ein, auf der es darum ging, den vorletzten Tabellenplatz zum nachträglichen Klassenerhalt in eine Relegationsrunde hinüberzuretten. Die Chance, vielleicht sogar noch die fünf Zähler bis zum rettenden Mittelfeld wettzumachen, war allenfalls theoretischer Natur und vermutlich schon nach der nächsten Partie gegen den Tabellendritten TSSV Bottrop reine Makulatur. Und in der Tat blieb die Mannschaft, die stark ersatzgeschwächt antreten musste, ohne jede Chance und kam mit einer 0:8 Klatsche arg unter die Räder. Umso energischer trumpfte der Neuling, der gleichsam als zweiter Anzug des Holla-Horsten-Clans, deren Chefin „Geli“ allerdings nach wie vor krankheitsbedingt nicht mit von der Partie sein konnte, in der Verbandsliga unterwegs war, gegen den Tabellensiebten Spvvg. Meiderich 06/95 auf. Nach ausgeglichenen Doppeln legte Jana Allofs, die sich immer mehr zum Zugpferd der Holla-Horsten-Ersatzkoppel entwickelt, auf 2:1 vor. Nachdem Linda Horsten sich anschließend zum 2:2 vergaloppiert hatte, bügelte Corinna Hoffmann den Ausreißer ihrer Stallgefährtin Linda mit einem flotten Dreier wieder zur 3:2 Führung aus. Sodann scheiterte „Siggi“ Messer an der letzten Hürde eines langen Umlaufs und musste den erneuten Ausgleich von 3:3 hinnehmen. Und schon war Jana Allofs auf ihrem nächsten Einloch-Trip, der ihr mit einem ungefährdeten Zieleinlauf das 4:3 einbrachte. Dann verrannten sich gleichzeitig Linda Horsten und Corinna Hoffmann in der verwirrenden Vielzahl des Parcours-Gestänges und mussten erstmals die gegnerische Equipe auf 4:5 davonziehen lassen. Mit einem „Messer“-scharfen Husarenritt glich „Siggi“ postwendend zum 5:5 aus, ehe Corinna Hoffmann ihre nächste Runde verletzungsbedingt frühzeitig zum 5:6 abbrechen musste. Dafür nahm Jana Allofs ein weiteres Mal flinkfüßig und sprunggewaltig jede Hürde und schon war das Rennen beim Stande von 6:6 wieder völlig offen. Spät, aber nicht zu spät begriff auch Linda Horsten, die aufmerksam verfolgt hatte, wie gnadenlos zuvor Jana zu ihren Einloch-Sprüngen angesetzt hatte, dass beim Ringen in der Box kein Schönheitspreis zu vergeben, sondern knallharte Bein- und Handarbeit gefragt war, und rang sich zu einem ungewohnten Krummlege-Auftritt durch, bei dem sie sogar eine krachende Schwarte in Kauf nahm. Der Erfolg gab ihr recht. Geschmeidig auf den Beinen erarbeitete sie sich mal eng am Tisch mit blitzschnellen Kontern aus verdeckter Vorhand, mal mit zugkräftigen Schussvarianten aus der Halbdistanz eine Versenkungschance nach der anderen. Das Ganze zu einem sehenswerten Quickie verpackt endete mit der Führung zum 7:6, bei der plötzlich sogar der dritte Saisonsieg in der Luft hing. Aus dem ganz großen Wurfe wurde leider nichts, weil „Siggi“ Messer, die es hätte richten sollen, lediglich Fortunas kalte Schulter zu Gesicht bekam und am Ende zum 7:7 quittieren musste. Immerhin wurde zwei Spieltage vor Saisonschluss mit dem Gewinn des fünften Saisonpunktes das Schlusslicht DC Dream Team Recklingshausen II (2:30), das rein theoretisch noch hätte aufschließen können, weiterhin auf Distanz gehalten. Nach dem Teilerfolg gegen Meiderich trauten ganz kühne Optimisten der Hoffmann-Truppe sogar einen Beinpinkler gegen den Ortsrivalen TTC BW Geldern-Veert zu. Auch wenn sich diese sehr weit aus dem Fenster gelehnt hatten, nahm deren Sensationsgier schon recht schnell an der harten Wirklichkeit ein jähes Ende. Denn der Tages-Output blieb mit zwei Siegen von Jana Allofs und einem weiteren von Corinna Hoffmann recht bescheiden. Dank der gleichzeitigen Schützenhilfe der Reservistinnen mit einem 8:0 Sieg über den Tabellenletzten Recklinghausen II blieb auch die eigene 3:8 Derby-Niederlage gegen TTC BW Geldern-Veert für die Situation in der Abstiegszone ohne Folgen. Mit einem Vorsprung von drei Zählern vor dem direkten Absteiger Recklinghausen II hatte sich der Hoffmann-Vierer bereits vor der Abschlusspartie beim PSV Kamp-Lintfort die Chance, den Klassenerhalt auf dem Umweg über die Relegationsrunde zu sichern, offen halten können. Mithin durfte sich die Mannschaft relativ gelassen zum Saisonfinale in Richtung Kamp-Lintfort auf die Socken machen. Und ohne den Druck, noch dringend benötigte Punkte einfahren zu müssen, zeigte der Neuling noch einmal alles, was er rund um das Spiel mit Latte und Bällchen zu bieten hat, aber schamhaft geizend bislang eher unter Verschluss gehalten hatte. Nach dem Doppeldurchgang, der 1:1 endete, tänzelte zunächst Linda Horsten mal wieder wie auf einem Laufsteg durch die Box, ließ hier und da Bällchen als Blickfang rotieren und wedelte bisweilen sogar mit dem einen oder anderen Überzieher. Alles jedoch lauter amüsante Gags, die ihrer Gegnerin kaum imponierten, geschweige denn sonderlich wehtaten. Schließlich wurde Linda, die bei ihren Model-Attitüden gänzlich vergaß, dass die Bällchen zum Punkten ins eigene Körbchen gehören und die Überzug-Masche gegnerische Einlochversuche unterbinden soll, Opfer ihrer eigenen Verspieltheit und musste sich schneller, als ihr lieb sein konnte, zum 1:2 vernaschen lassen. Nachdem sich Jana Allofs mit letztem Einsatz zum 2:2 Ausgleich durchgekämpft hatte, drückten „Siggi“ Messer und Corinna Hoffmann aufs Tempo und legten zügig auf 4:2 nach. Dann geriet erst einmal Jana Allofs, die schon bei ihrem ersten Auftritt ungewohnte Schwächen hatte erkennen lassen, gänzlich von der Rolle und fing sich das 4:3 ein. Da anschließend weder Linda Horsten noch Corinna Hoffmann ihre Gegnerinnen in den Griff bekamen, wurde es beim Stande von 4:5 wieder eng. Zum Glück trumpfte wenigstens „Siggi“ Messer nervenstark auf und glich mit einem ungefährdeten Dreisatzsieg zum 5:5 aus. Und schon erwischte es erneut Jana Allofs und Corinna Hoffmann, die ihre Gegnerinnen auf 5:7 davonziehen lassen mussten. Noch aber bestand wenigstens die Chance auf eine Punkteteilung. Zunächst ein Fall für „Siggi“ Messer, die sich bislang schon in blendender Verfassung präsentiert hatte und auch in dieser kritischen Phase die Ruhe bewahrte. Cool und clever spielte sie ihre ganze Routine aus und rang mit einem Kampfsieg ihre Gegenspielerin zum 6:7 nieder. Und als sodann Linda Horsten zum Schlussakt an den Tisch gebeten wurde, da befürchteten nicht wenige einen weiteren Diva-Auftritt für die Galerie. Und in der Tat zog Linda, wie gewohnt, erwartungsvolle Blicke auf sich. Doch diesmal nicht mit der Optik einer geschmeidig herumschwänzelnden Selbstdarstellerin, sondern mit knallharten und zugkräftigen Handgriffen. Geschickt die Bällchen im Spiel haltend schnibbelte sie sich ihre Einlochchancen zurecht, um im richtigen Moment ein ums andere Mal locker einzuschieben. Mit dieser Masche legte Linda summa summarum auch noch einen rasanten Dreier aufs Parkett, der die Zuschauer immer wieder von den Sitzen riss. Ein sehenswerter Schlussauftritt, mit dem noch einmal ein wohl verdienter Punkt zur 6:30 Endbilanz eingefahren werden konnte, auch wenn er an der abschließenden Gesamtkonstellation – vorletzter Tabellenrang – nichts mehr zu ändern vermochte. Schade nur, dass sich die Mannschaft erst so spät zu einer Leistungssteigerung aufraffen konnte. Vielleicht hätte sie sich das nun zum Klassenerhalt notwenige Nachsitzen ersparen können. Immerhin: die letzten Auftritte berechtigen zu der Hoffnung, dass die Mannschaft die Relegationsrunde, in der sie auf TV Haaren und DJK Viktoria Bochum treffen wird, erfolgreich übersteht. Verdient hätte sie es. Während die drei Verbandsligavertreter eine insgesamt erfreuliche Abschlussbilanz hinlegten, die sich neben dem Gewinn des Meistertitels und dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die NRW-Liga für die beiden anderen Teams noch über Relegationsrunden nachträglich aufhübschen lässt, ging es auf der Bezirksliga-Etage eher bescheiden zu. Die vierte Mannschaft, die bis Mitte der Rückrunde im Hauptpulk dahertrabte, startete mit einem Guthaben von 12:14 Punkten in die Schlussphase, in der es lediglich noch darum ging, sich bei den zu erwartenden Positionskämpfen im Mittelfeld gefahrlos abzusichern, so auch mit der Partie beim Tabellensiebten TV Mehrhoog, die zunächst mit wechselnden Vorteilen für die eine oder andere Mannschaft bis zum 4:5 unspektakulär dahinplätscherte. Sodann leitete „Conny“ de Witt mit einem Kampfsieg zum erneuten Ausgleich von 5:5 die Wende ein. „Steppi“ setzte mit einem Dreier zum 6:5 nach. Und schon platzte auch bei Marianne Sieben, die sich bis dato mit einer Statistenrolle hatte begnügen müssen, der Knoten. Mit einem langatmigen Schiebe-Auftritt wuselte sie sich auf 7:5 durch. Für ein elegantes Finale hatte sich „Conny“ de Witt ein besonderes Kunststück aufgehoben. Sie legte einen lupenreinen Schnapsnummer-Quickie (dreimal 11:9) hin und zog so bereits den Schlussstrich zu einem 8:5 Gesamtsieg, mit dem sich der „Steppi“-Vierer vorübergehend auf den fünften Tabellenrang vorarbeiten konnte. In der festen Absicht, ihre Zwischenbilanz von 14:14 Punkten aufzubessern, bat „Steppi“ mit ihrer Truppe das Schlusslicht TTC BR Schaephuysen zu einer Kurzvisite in die Boxen. Kaum an den Tischen packte sie ihr ganzes Repertoir an Folterwerkzeugen aus. Als erstes rollte die Doppel-Walze van Stephaudt/van Adrichem-Hendrix zum 1:0 über die gegnerische Paarung hinweg. Das Oldie-Duo Sieben/de Witt zog ihre Kontrahentinnen mit eingespieltem Würgegriff durchs Geviert und erhöhte auf 2:0. Im Einzeldurchgang zündete „Steppi“ gleich zweimal gewaltige Fass-Bomben und sprengte sich so jeweils im Schnelldurchgang den Weg zu ihren beiden Spielgewinnen frei. Fast grausam anzusehen war, wie sich die Gästedamen an dem wie eine Deutsche Eiche fest verwurzelten Bollwerk Marke „Manu“ van Adrichem-Hendrx reihenweise die Köpfe einrannten und so um zwei weitere Punkte erleichtert wurden. Und was sich wie das Rattern einer Nähmaschine anhörte, war in Wirklichkeit die Abfolge von Nadelstichen, mit denen Marianne Sieben bei ihren beiden Auftritten unablässig ihre Gegnerinnen bis zur Totaldurchlöcherung und Selbstaufgabe erfolgreich traktierte. Bei der Grobheit, welche der „Steppi“-Vierer an den Tag legte, konnte am Ende selbst „Conny“ de Witt, die sich mit den hinterfurzigen Tricks ihrer Kameradinnen zunächst partout nicht anfreunden konnte und sich mit einem grundsoliden ehrlichen Auftritt prompt die einzige Niederlage des Tages eingefangen hatte, nicht mehr anders, als in dieselbe Kerbe zu hauen. Und so fiel sie kurz entschlossen, wenn auch innerlich widerstrebend, zum Schluss des seltsamen Spektakels doch noch mit einem wilden Dreier zum 8:1 Kantersieg über ihre Gegnerin her. Nach dem furchterregenden Intermezzo gegen Schaephuysen legte die „Steppi“-Truppe, um nicht um ihren ansonsten guten Ruf bangen zu müssen, beim Tabellenvorletzten BV DJK Kellen flugs wieder eine gesittete Gangart an den Tag. Die Umstellung fiel ihr allerdings offensichtlich schwer, wie der ausgeglichene Verlauf der Partie zeigen sollte. Bis auf eine zwischenzeitliche 4:2 Führung, bei der es nach einem Durchbruch aussah, konnte sich die Mannschaft keinen entscheidenden Vorteil erspielen. Die Kiste blieb durchgehend eng und endete schließlich mit einem 7:7, das immerhin zur Festigung des fünften Tabellenplatzes verhalf. Richtig zur Sache ging es dann wieder beim Tabellendritten TV Voerde II, wo die launische „Steppi“-Clique wie die Feuerwehr loslegte und gleich mit 5:1, wobei lediglich „Manu“ einmal aus der Reihe tanzte, in Führung ging. Nachdem sodann zunächst „Steppi“ und ein weiteres Mal „Manu“ zum 5:3 gepatzt hatten, war mal wieder „Quickie Time“ angesagt, die der Reihe nach Marianne Sieben, „Conny“ de Witt und „Steppi“ lustvoll zum Durchmarsch in Richtung eines 8:3 Gesamtsieges nutzten. Nach dem jüngsten Sturmlauf war die Mannschaft mit nunmehr 19:15 Punkten dank einiger Verschiebungen im oberen Tabellenfeld unversehens bis auf drei Zähler an den Zweitplatzierten TTV Rees-Groin II (22:12) herangerückt. Und so eröffnete sich urplötzlich die Chance, vielleicht über den Relegationsrang sogar noch ins Aufstiegsgeschäft einzugreifen. Doch auf dem Weg dorthin hätte mit dem Spitzenreiter DJK Kleve, der als nächster seine Aufwartung gab, eine nahezu unüberwindbare Hürde genommen werden müssen. Und welche Herkules-Aufgabe da zu bewältigen war, zeigte sich schon frühzeitig mit einem 0:4 Rückstand. Daran änderte sich auch nach dem Gegenschlag von Marianne Sieben zum 1:4 so gut wie nichts, da anschließend der Reihe nach Ersatzspielerin Helen Hebinck sowie „Steppi“ und „Manu“ zum 1:7 ins Gras beißen mussten. Nach zwei weiteren Spielgewinnen zum 3:7 durch Marianne Sieben und Helen Hebinck, ging nach nur drei Runden für Marianne Sieben zum Zeichen einer 3:8 Niederlage bereits die weiße Fahne hoch. Und so ging der „Steppi“-Vierer nach einer recht wechselvollen Saison mit 19:17 Punkten auf dem zuletzt angestammten fünften Tabellenplatz über die Ziellinie. Die fünfte Mannschaft, als Bezirksliga-Neuling viel versprechend in die Saison gestartet, lag Mitte der Rückrunde mit 12:14 Punkten nach wie vor gut im Rennen, auch wenn sie immer stärker in eine dicht gedrängte Vierergruppe hineingezogen wurde, in dem hart um den Klassenerhalt gerungen wurde. Bei zwei direkten Absteigern und der Möglichkeit für den Drittletzten der Abschlusstabelle, über eine Relegationsrunde den Klassenverbleib zu sichern, war jeder Zähler Gold wert. Angesichts der prekären Tabellensituation bedurfte es hierzu aber noch gewaltiger Anstrengungen, an denen es der Teven-Truppe zuletzt sichtbar zu mangeln schien. Und wenn dann auch noch Personalprobleme, wie gegen den Spitzenreiter DJK Kleve, wo die Mannschaft nur zu Dritt antrat, hinzukommen, dann konnte es um einen erfolgreichen Endkampf um den Klassenerhalt nicht allzu gut bestellt sein. Richtete die unter diesen Voraussetzungen nahezu zwangsläufige 1:8 Klatsche gegen die haushoch favorisierten Damen der DJK Kleve nur wenig Schaden an, weil der fünfte Tabellenplatz behauptet werden konnte, so kam dem anschließenden Gastspiel bei den Klever Reservistinnen, die aktuell den achten Tabellenplatz belegten, schon eher richtungweisende Bedeutung zu. Umso unverständlicher, dass sich die „Nicky“-Truppe mit dem Verlust beider Doppel sowie Patzern von „Nicky“ Teven, „Bötti“ und „Biggi“ Kannengießer gleich den ersten Schneid abkaufen ließ und einem frühen 0:5 Rückstand hinterherlaufen musste. Nachdem sodann Birgit Kloesges und „Bötti“ zunächst auf 2:5 hatten verkürzen können, erwischte es erst mal wieder „Nicky“ Teven, die sich mit einer weiteren Kraut-und-Rüben-Vorstellung das 2:6 einfing. Wie so oft in fast hoffnungsloser Situation riss sich die Kämpfernatur Birgit Kloesges, um Schlimmeres zu verhüten, in bewährter Manier den Hintern bis zur Halskrause auf und leitete mit einem zum 3:6 erfolgreichen Fünfsatz-Fight einen Zwischenspurt ein, der über weitere Spielgewinne von „Biggi“ Kannengießer und „Bötti“ zum 5:6 Anschluss führte. Zu mehr reichte es nicht mehr, weil sowohl Birgit Kloesges als auch Birgit Kannengießer der Klever Schlussoffensive wenig entgegenzusetzen hatten und fast widerstandslos zur 5:8 Niederlage quittieren mussten. Nach der leichtfertig vergebenen Chance, sich im Kampf um den Klassenerhalt ein wenig Luft zu verschaffen, war die Mannschaft mit 12:18 Punkten auf den siebten Tabellenplatz – nur zwei Zähler von dem Feld der direkten Absteiger entfernt – zurückgefallen. Der seidene Faden, an dem das Schicksal der Teven-Truppe hing, begann bereits bedrohlich zu reißen. Und es stand zu befürchten, dass es gegen den Tabellenzweiten TTV Rees-Groin II weiter abwärts ging. Und in der Tat lagen die Schwerenöter nach ausgeglichenen Doppeln und zwei Klatschen für „Bötti“ und „Nicky“ bereits frühzeitig 1:3 zurück, ehe Marion van Huet mit einem Dreisatz-Sieg auf 2:3 verkürzen konnte. Das war auch gleichzeitig das Letzte, was an Zählbarem gegen die favorisierten Gäste heraussprang. Ohne die Bereitschaft und die Kraft, sich noch einmal aufzubäumen, torkelten „Nicky“ und Co. der nächsten Schlappe entgegen, die dann mit 2:8 auch recht deutlich ausfiel. Dass die Mannschaft durch diese Niederlage nicht weiter nach unten durchgereicht wurde, war allein dem Umstand zu verdanken, dass auch in der unmittelbaren Abstiegszone alles beim Alten geblieben war. Mit der anschließenden Partie gegen den Tabellenzehnten BV DJK Kellen war vermutlich die vorerst letzte Chance gegeben, sich aus eigener Kraft noch aus der immer bedrohlicher werdenden Lage zu befreien. Und es war in der Tat der Truppe das Bemühen anzumerken, mit einem beherzten Griff nach dem Strohhalm noch das Schlimmste zu verhüten. Kein leichtes Unterfangen gegen einen Gegner, für den es nicht minder um Alles oder Nichts ging, wie sich bereits im Doppeldurchgang andeutete, der, wenn auch erst nach harter Gegenwehr, mit einem 0:2 Rückstand endete. Nachdem „Bötti“ sodann mit wuchtigem Körpereinsatz auf 1:2 verkürzt hatte, fing sich „Nicky“ Teven, die schon seit geraumer Zeit ihrer Form hinterher läuft und sich ein weiteres Mal mit dem Einlochen schwer tat, das 1:3 ein. Mit einem spritzigen Dreier setzte sich postwendend Marion van Huet zum 2:3 Anschluss durch. Recht unglücklich agierte Helen Hebinck, die sich nach einer 2:0 Satzführung noch das Heft aus der Hand nehmen ließ und so das 2:4 hinnehmen musste. Laut ging es derweil am Nebentisch zu, wo „Bötti“ im Stile einer Cholerikerin ständig über fehlgeschlagene Einlochversuche mit sich haderte, stampfend und fauchend ihre Nerven strapazierte und am Ende ihren Rumpelstilzchen-Auftritt mit einer Dreier-Klatsche zum 2:5 bezahlen musste. Und dann endlich mal ein Auftritt von „Nicky“ Teven, wie man ihn aus längst vergessenen besseren Zeiten kennt. Mit bis zur Schamgrenze hochgekrempelter Kampfmontur, ihrem Markenzeichen, verschaffte sie sich die nötige Beinfreiheit, um ihre Gegnerin flinkfüßig unablässig vor sich her zu treiben, bis sie diese einlochbereit vors Schlagwerk bekam und mit zugkräftigem Linkshandjob lustvoll einschieben konnte. Eine Erfolgsmasche, mit der sie schon in ihrer Sturm-und-Drang-Phase reihenweise ihre Kontrahentinnen vernaschte und nach ihren zuletzt eher schlappen Vorstellungen eine Renaissance erlebte, die ihr einen souveränen Spielgewinn zum 3:5 einbrachte. Danach tauchte Marion van Huet erst einmal zu einer Dreierrunde durchs Fettnäpfchen ab, wodurch die Mannschaft weiter auf 3:6 zurückgeworfen wurde. Nachdem Helen Hebinck mit überlegtem Angriffsspiel das 4:6 markiert hatte, wurde erneut Marion van Huet mit einem Dreier aus den Socken gehoben, sodass beim Stande von 4:7 der Ofen bereits wieder vorzeitig auszugehen schien. Doch bevor es gruselig kalt zu werden drohte, nutzte „Bötti“ die letzten noch glimmenden Flämmchen, um mit einem Kraftakt noch einmal auf 5:7 nachzuschüren. Das kam prompt der Teamchefin „Nicky“, die es ohnehin gern heiß liebt, zugute. Mit dem von „Bötti“ entfachten Feuer unter dem Hintern ließ „Nicky“ einen geradezu explosionsreifen Nachbrenner zum 6:7 vom Brettchen. Die Gästedamen, von einer derartig heißen Nummer kalt erwischt, blickten verdutzt in die Runde und ehe sie so richtig wahrnahmen, was da angesichts eines schon fast sicheren Sieges auf sie zukam, hatte ihnen Helen Hebinck bereits eine gesalzene Trefferserie zum 7:7 Endstand untergejubelt. Zweifellos ein wichtiger Punktgewinn, mit dem der siebte Tabellenplatz behauptet werden konnte. Bliebe es auch nach Abschluss der Saison bei dieser Konstellation, wäre sogar auf direktem Wege der Klassenerhalt gesichert. Die endgültige Entscheidung in der Abstiegsfrage musste also am letzten Spieltag fallen, wobei sich die Tabellensituation im unteren Bereich wie folgt darstellte: SV Walbeck V (13:21, BV DJK Kellen (12:22), TV Mehrhoog (11:23), TTC BR Schaephuysen (3:31). Mithin wäre die „Nicky“-Truppe nur mit einem Sieg in der abschließenden Partie beim Lokalrivalen TTC BW Geldern-Veert II endgültig in Sicherheit. In allen anderen Fällen musste darauf gehofft werden, dass auch die übrigen Mannschaften der Vierergruppe zum Saisonabschluss nicht ungeschoren davon kämen. Die letzte Runde als „Russisches Roulette“ – das war Brisanz pur und das Letzte, was man sich nach einem ohnehin schon nervenaufreibenden Wettkampfjahr wünschen mochte. Sei’s drum! „Nickys“ Team hatte es immerhin – wenn auch eher nur theoretisch – selbst in der Hand, beim Lokalderby in Geldern alles klar zu machen, auch wenn praktisch die Aussichten hierzu nicht gerade rosig waren. Und wie allseits befürchtet, zeigte sich sehr bald, dass für „Nicky“ und Co. beim Tabellendritten nicht allzu viel auszurichten war. Vom ersten Ballwechsel weg ging es unaufhaltsam einer bösen Klatsche entgegen, die sich nur dank zweier Gegenschläge von „Bötti“ mit 2:8 in vertretbaren Grenzen hielt. Nachdem mit dieser Niederlage ein zum unrühmlichen Verlauf der Saison passender Schlussstrich gezogen war, stand die Frage im Raum: war es für den Neuling ein Ende ohne Schrecken oder ein Schreck ohne Ende? Die Antwort kam von den Spielstätten der engsten Mitkonkurrenten, von wo wenig Gutes zu vermelden war. BV DJK Kellen und TV Mehrhoog lieferten mit Siegen am Schlusstag die Hiobsbotschaft, mit der für die „Nicky“-Truppe das Aus in der Bezirksliga, das einen Spieltag zuvor noch vermeidbar schien, traurige Gewissheit wurde. Die Mannschaft nahm den Fauxpas, wohl wissend, dass er nicht wie ein Last-Minute-Pech eingeschlagen war, sondern tiefer liegend in der inneren Verfasstheit der Truppe zu suchen war, gelassen und mit erstaunlich oberflächlichem Bedauern hin. Langes Nachtrauern hilft ohnehin wenig. Angesagt ist vielmehr die Bereitschaft, beim Neuanfang in der Bezirksklasse dort anzusetzen, wo es bislang für ein erfolgreiches Auftreten gehapert hat.

SPANNENDER SAISONAUSKLANG IM HERRENBEREICH

WICHTIGE ENTSCHEIDUNGEN FALLEN GLEICHSAM MIT DEM LETZTEN BALLWECHSEL. VERBANDSLIGA-TEAM SICHERT SICH IM ZIELEINLAUF DIREKTEN AUFSTIEG. KLASSENERHALT FÜR DIE RESERVISTEN (BEZIRKSLIGA) ERST NACH FOTO-FINISH. DRITTE MANNSCHAFT (KREISLIGA) MUSS ZUM KLASSENERHALT IN DIE NACHPRÜFUNG. VIERTVERTRETUNG VERABSCHIEDET SICH MIT ANSTAND AUS DER 1. KREISKLASSE. „KANNE“-VIERER (3. KREISKLASSE) ENDET AUF DEM SIEBTEN TABELLENPLATZ.

Spannender Saisonausklang im Herrenbereich. Wichtige Entscheidungen fallen gleichsam mit dem letzten Ballwechsel. Verbandsliga-Team sichert sich im Zieleinlauf direkten Aufstieg. Klassenerhalt für die Reservisten (Bezirksliga) erst nach Foto-Finish. Dritte Mannschaft (Kreisliga) muss zum Klassenverbleib in die Nachprüfung. Viertvertretung verabschiedet sich mit Anstand aus der 1. Kreisklasse. „Kanne“-Vierer (3. Kreisklasse) endet auf dem siebten Tabellenplatz.

Die letzten drei Spieltage einer ohnehin bis dato schon mit Aufregern reichlich bestückten Saison hatten es noch einmal in sich. Die erste Mannschaft, die sich schon frühzeitig in einer dicht gedrängten Fünfergruppe als Anwärter auf einen der vier direkten Aufstiegränge ins Gespräch gebracht hatte, musste bis zur endgültigen Entscheidung noch einige wichtige Begegnungen gegen enge Mitkonkurrenten bestehen. Dagegen rückte für die unteren Mannschaften eher ein heißer Endkampf um den Klassenerhalt in den Fokus, wobei alle denkbaren Optionen noch offen blieben.

TTVg.WRW Kleve (34:4), TuS Rheinberg (30:6), PSV Oberhausen (29:7) SV Walbeck (29:9), Bayer Uerdingen II (28:10): das war die Konstellation der fünfköpfigen Spitzengruppe, aus der in der Endphase die vier direkten Aufsteiger in die NRW-Liga ermittelt werden mussten. Damit lag auf der Hand, dass die anstehende Partie der Verbandsliga-Truppe gegen den PSV Oberhausen bereits vorentscheidende Bedeutung in Richtung Aufstieg zukam. Um sich den Umweg über eine Relegationsrunde zu ersparen, mussten Peil und Co. vorbehaltlos auf Sieg setzen, was noch einmal die Spannung bis zum Siedepunkt befeuerte. Im Bewusstsein, dass angesichts der Tabellensituation von den Gästen heftige Gegenwehr zu erwarten war, und im Bemühen, die eigenen Chancen nicht kurz vor dem Ziel noch aufs Spiel zu setzen, ging die Peil-Truppe hoch motiviert in die Begegnung und ließ sich auch von dem 1:2 Rückstand aus dem Doppeldurchgang nicht ins Bockshorn jagen. Denn Kestutis Zeimys, Christian Peil und Peter Koelen drehten postwendend den Spieß um und legten auf 4:2 vor. Nachdem die Gäste mit Siegen über Jörn Ehlen und Henrik Cobbers noch einmal auf 4:4 hatten ausgleichen können, markierte Yannick Büns mit klug dosiertem Angriffsspiel zunächst das 5:4. Kestutis Zeimys, der in die volle Distanz gezwungen wurde, setze mit einem Kampfsieg zum 6:4 nach, dem Christian Peil mit einem furiosen Dreier unverzüglich das 7:4 folgen ließ. Dann musste sich allerdings Peter Koelen nach einem 1:2 Satzrückstand mächtig strecken, um mit vollem Einsatz noch auf 8:4 erhöhen zu können. Den anschließenden Patzer von Jörn Ehlen zum 8:5 bügelte prompt Henrik Cobbers mit einer seiner gefürchteten Langholzfuhren aus und karrte so bereits frühzeitig einen 9:5 Gesamtsieg in die Mannschaftshütte.

Nach dem leichter als erwartet eingefahrenen Spielgewinn gegen einen der engsten Mitkonkurrenten hatten es die „Peilaner“ plötzlich eilig und machten bereits knapp zwölf Stunden später ihre Aufwartung beim Tabellensechsten DJK Kleve, der allerdings angesichts der Punkteteilung aus dem Hinspiel keineswegs auf die leichte Schulter zu nehmen war. Doch es zeigte sich recht bald, dass die Truppe um Christian Peil beim schnellen Wechsel von den Walbecker an die Klever Tische nichts an Schwung aus der erfolgreichen Vorabend-Partie gegen Oberhausen eingebüßt hatte und gleich mit dem Gewinn von zwei Doppeln und Einzelsiegen durch Christian Peil und Kestutis Zeimys eine beruhigende 4:1 Führung vorlegte. Und weil es anschließend Jörn Ehlen und Peter Koelen etwas lockerer angehen ließen, fingen sie sich prompt das 4:3 ein. Dafür lieferte Yannick Büns eine ballerfreudige Vorstellung ab und erhöhte auf 5:3. „Henk“ Cobbers und Kestutis Zeimys legten mit je einem saftigen Dreier sogar auf 7:3 nach. Einen besonderen Trick hatten sich sodann Christian Peil und Peter Koelen ausgedacht. Sie eröffneten jeweils ihre Begegnungen mit einem Satzverlust als Zuckerli für eine naschfreudige Klever Kundschaft. Doch noch während diese vergnügt an den angebotenen Leckereien herumlutschten, ließen Peter und Christian für die folgenden Durchgänge eine gehörige Portion Pfeffer vom Schlagwerk und verdarben ihren Gegenspielern nach Strich und Faden den Geschmack und zogen sich ihrerseits lustvoll zwei Spielgewinne rein, mit denen bereits frühzeitig ein 9:3 Sieg eingesackt werden konnte, der vorübergehend sogar den zweiten Tabellenplatz einbrachte.

Mit 33:9 Punkten ging es zum Saisonabschluss in die Partie gegen den Tabellenzehnten Meidericher TTC 47, der schon seit Längerem den Klassenerhalt gesichert hatte und somit wohl kaum noch den Ehrgeiz entwickeln würde, den Hausherren die Aufstiegstour im letzten Moment zu vermasseln. Und in der Tat begnügten sich die Gäste mit der Statistenrolle, während sich die Peil-Truppe in einer gemütlichen Kürübung bei lediglich zwei Satzverlusten mit einem 9:0 Kantersieg als frisch gebackener Aufsteiger von ihren Fans verabschiedete, nicht ohne vor großer Zuschauerkulisse noch einmal die ganze Palette feinster Tischtenniskunst zu präsentieren. So durfte Kestutis Zeimys noch einmal mit baltischem Ballzauber, der jeder Lehrbuch-Theorie spottet, glänzen. Nach dem Motto „ wie gepeilt, so gekeilt“ zog Teamchef Christian vom Leder. Genussvoll anzusehen auch die Art, wie die drahtige Kämpfernatur Peter Koelen herumwuselnd mal in der äußersten Ecke der Box die härtesten Geschosse seines Gegners mühelos abgriff, mal am Boden liegend fast unerreichbare Bälle zurückschaufelte und gleich danach wie ein Stehauf-Männchen wieder am Tisch vor- wie rückhändig mit Präzisionsschlägen einlochte. Wahre Begeisterungsstürme löste Oliver Schauer mit einem seiner typischen aus der Halbdistanz angesetzten Dreier aus. Und Henrik Cobbers, ein begnadeter Klaviervirtuose, zeigte noch einmal, wie sehr sich auch am Tisch dem Schlagholz die ganze musikalische Palette vom einfühlsamen Legato bis hin zum donnernden Staccato entlocken lässt. Last but not least war auch noch zu bewundern, wie Jörn Ehlen, einmal in seinem Element, auf reinrassig ostfriesische Art das gegnerische Reisegefährt im Handumdrehen durch Ausblasen der Zündkerzen aus dem Verkehr zu ziehen versteht. Eine gelungene Abschiedvorstellung, mit der dem Aufstieg im Rahmen der traditionellen Saisonabschlussfeier die sportliche Krone aufgesetzt wurde. Und nachdem reihenweise die Sektkorken geknallt hatten und das Festtagsbüffet abgeräumt war, nahm die Aufsteiger-Truppe, sozusagen als vergnügliches i-Tüpfelchen auf eine erfolgreiche Saison, gentlemanlike ihre Kameradinnen von der ersten Damenmannschaft, die ebenfalls als Aufsteiger und sogar Meister der Verbandsliga Einiges zu feiern hatten, zu einer Rundreise durchs Gelderner Nachtleben an die Hand.

Während also auf der Verbandsliga-Etage Männlein und Weiblein einträchtig die Erfolge eines prallen Sportlerlebens in vollen Zügen genießen durften, gingen die Reservisten drei Spieltage vor Saisonschluss im Kampf um den Klassenerhalt noch einem ungewissen Schicksal entgegen. In einem weit gespreizten Feld von möglichen Absteigern, das vom Tabellensechsten Union Kevelaer-Wetten (16:22) bis zum Schlusslicht SuS Isselburg (6:32) reichte, belegte die Basten-Truppe ex aequo mit Falken Rheinkamp II (je 12:26) nur wegen eines leicht besseren Spielverhältnisses den Relegationsrang, der angesichts des Restprogramms bereits das non plus ultra zu sein schien. Und als in dieser kritischen Situation der seidene Faden, an dem nach wie vor das Damoklesschwert des Abstiegs hing, bereits bedrohlich zu reißen begann, kamen die Reservisten, ohne einen Finger krümmen zu müssen, gegen SuS Isselburg, der nicht antrat, zu einem kampflosen 9:0 Sieg, der an der Konstellation im unteren Tabellenbereich zunächst nichts Entscheidendes änderte, weil auch Falken Rheinkamp II gleichzeitig mit einem Sieg gegen SV Bislich der Basten-Truppe (14:26) weiter auf den Fersen blieb.

Mithin lief nach Lage der Dinge die Entscheidung über Abstieg oder Klassenerhalt auf einen Zweikampf mit den Rheinkamper Reservisten hinaus. Um diese weiterhin in Schach zu halten, wäre das eine oder andere Pünktchen noch höchst willkommen. Ob diese allerdings ausgerechnet beim Tabellenvierten BSV GW Wesel-Flüren abgegriffen werden konnten, war mehr als fraglich. Immerhin ging die Basten-Truppe mit Schwung in die Partie und legte mit dem Gewinn eines Doppels und zwei souveränen Dreisatz-Siegen von Harald van Bühren und „Hejo“ Basten sogar eine 3:2 Führung hin. Nachdem „Balu“ Rogge verletzungsbedingt kampflos den 3:3 Ausgleich hatte hinnehmen müssen, verloren „Candy“ und Hans-Gerd Sommer, die in die volle Distanz gezwungen wurden, nach harter Gegenwehr recht unglücklich zum 3:5. Zwei Dreier-Klatschen für Hubert Werland und „Hejo“ Basten warfen die Mannschaft bereits auf 3:7 zurück. Und was anschließend Harald van Bühren bei seinem zweiten Auftritt aus dem Rohr ließ, reichte mal gerade zu einem Satzgewinn, sodass beim Stande von 3:8, auch wenn „Candy“ mit einem Kampfsieg zum 4:8 noch ein wenig Kosmetik anbringen konnte, die Partie, einen weiteren kampflosen Spielverlust zum 4:9 durch „Balu“ Rogge vorab eingespeist, bereits entschieden war. Mit dieser Niederlage fielen die Reservisten (14:28) auf einen direkten Abstiegsplatz zurück, während sich die Rheinkamper (16:26) mit einem weiteren Sieg auf den achten Tabellenplatz absetzen konnten.

Damit hatte sich vor dem Schlusstag die Situation im unteren Tabellenbereich – PSV Kamp-Lintfort II (16:26), TTV Falken Rheinkamp II (16:26), SV Bislich (15:27), SV Walbeck II (14:28), SuS Isselburg (6:38) – derart zugespitzt, dass aus Walbecker Sicht noch alle Optionen offen waren. Die endgültige Entscheidung über Abstieg und Klassenerhalt musste in den Begegnungen SV Walbeck gegen TV Mehrhoog, SV Bislich gegen PSV Kamp-Lintfort II und TTC BW Geldern-Veert gegen Falken Rheinkamp II fallen. Ein hoch brisantes Szenario, das zu allerlei Spekulationen und den wildesten Kalkulationen bis hin zu einem Zieleinlauf , der per Rechenschieber oder in einem Foto-Finish zu ermitteln war, Anlass gab. Unter diesen Voraussetzungen half den Reservisten nur ein Sieg gegen TV Mehrhoog, der im günstigsten Fall, d.h. bei gleichzeitigen Niederlagen von SV Bislich und Falken Rheinkamp II, sogar den direkten Klassenerhalt einbringen konnte. Und so ging die Basten-Truppe im Bemühen, dem Teufel auf dem letzten Drücker noch von der Schaufel zu springen, hoch motiviert in die Partie gegen den Tabellensechsten. Der aber zeigte sich, obwohl es für ihn um nichts mehr ging, keineswegs gewillt, den Hausherren wie armen Bettlern die Punkte gleichsam ins Spendenkörbchen zu werfen, was sich allein schon an insgesamt acht Fünfsatzentscheidungen festmachen ließ. Schon die zwei Spielgewinne im Doppeldurchgang durch die Paarungen Basten/Hendrix und Kanders/Sommer sowie die Niederlage des Duos Van Bühren/Werland zur 2:1 Führung gingen über die volle Distanz. Dagegen reichten „Hejo“ Basten drei Sätze, um mit sicherer Abwehr auf 3:1 zu erhöhen. Leider ging Harald van Bühren, der sich in einem wilden Schlagabtausch bereits eine 2:0 Satzführung herausgeballert hatte, im weiteren Verlauf des Duells kurz vor der Entscheidung die Munition aus, sodass er vorzeitig zum 3:2 kapitulieren musste. Ein anschließender Zwischenspurt mit Siegen von „Candy“, Hubert Werland und Hans-Gerd Sommer erbrachte bereits das 6:2, ehe sich Ersatzspieler Ralf Hendrix mit einem Dreier das 6:3 einfing. Kein Beinbruch, weil anschließend „Hejo“ Basten erneut im Stile eines Bremsklotzes seinen Gegner zum 7:3 auflaufen ließ. Und schließlich zog Harald aus seiner misslungenen Schnellschuss-Vorstellung seine Lehre und schob für seinen zweiten Auftritt eine Ladung Dum-Dum-Munition ins Magazin, die ihre Wirkung nicht verfehlte und schon nach drei Durchgängen zum 8:3 einschlug. Im Bemühen, zu einem möglichst hohen Gesamtsieg, der für die Plus-Minus-Spielbilanz in der Endabrechnung noch von Bedeutung sein könnte, nachzulegen, mussten sich „Candy“ und Hubert Werland leider in einer knappen Fünfsatz-Entscheidung recht unglücklich zum 8:5 geschlagen geben. Zum Glück gab Hans-Gerd Sommer, der sonst schon mal gerne für die Galerie herumalbert, diesmal alles, was aus seinem Zugarm herauszuholen war, und machte endgültig den Sack zu einem viel umjubelten 9:5 Gesamtsieg zu. Damit hatten die Reservisten das, was sie an Eigenleistung zum Klassenerhalt noch beitragen konnten, geliefert und fürs Erste nach Pluspunkten mit PSV Kamp-Lintfort II und Falken Rheinkamp II (je 16:26) gleichgezogen. Nun hieß es, abzuwarten, was sich einen Tag später an den anderen Schauplätzen des Abstiegskampfes tun sollte. Dabei nahmen Harald van Bühren und „Candy“ als aufmerksame Beobachter die Partie des TTC BW Geldern gegen Falken Rheinkamp II unter die Lupe und durften mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen, dass die Gelderner, für die es neben dem bereits feststehenden Aufstieg auch noch um den Gewinn des Meistertitels ging, unter Volldampf einem sicheren 9:5 Sieg entgegen zogen. Den Ortsrivalen zum Aufstieg und Titel zu gratulieren sowie für ihre Schützenhilfe zum Klassenerhalt der eigenen Mannschaft zu danken, dürfte mithin „Candy“ und Harald van Bühren besonders leicht gefallen sein. Und da gleichzeitig SV Bislich (15:29) mit 4:9 beim PSV Kamp-Lintfort unter die Räder gekommen war, gingen die Reservisten am Ende als der große Sieger aus dem endlos langen Vierkampf um den Klassenerhalt hervor. Und das Ganze nur dank des günstigeren Spielverhältnisses mit einer Nasenspitze vor den punktgleichen ( 16:28) Falken aus Rheinkamp, die nun in der Relegationsrunde, die der Basten-Truppe gleichsam auf dem letzten Drücker noch erspart geblieben war, ihr Glück versuchen müssen. Respekt aber verdienen die Reservisten, die trotz einer wenig glanzvoll verlaufenen Saison nie aufgaben und sich mit der letzten Patrone, die sie noch im Lauf hatten, in die Bezirksliga, die schon halbwegs abgeschrieben schien, zurückgeschossen haben.

Die dritte Mannschaft, die in der Kreisliga schon frühzeitig in den Kampf gegen den Abstieg hineingezogen worden war, vegetierte seit geraumer Zeit gleichsam als Einäugiger unter den Blinden auf dem Relegationsrang dahin. Im Restprogramm von nur noch zwei Spielen ging es also vordergründig darum, wenigstens diesen als Umweg zum Klassenerhalt abzusichern. Mit 10:22 Punkten ohne Chance auf Anschluss zum nächsten Mittelfelder TuS Xanten III (15:19) und mit sicherem Abstand zur direkten Abstiegszone ( PSV Kamp-Lintfort II: 7:25) startete die Mannschaft in die Endphase, die ihr mit einem kampflosen 9:0 Sieg gegen GSV Viktoria Suderwick wenigstens noch die Gelegenheit zum Nachsitzen absicherte.

Mit Blick auf die abschließende Partie beim PSV Kamp-Lintfort III leistete sich die Dörr-Truppe, als reichte das bislang verkorkste Jahrespensum noch nicht für eine Aufarbeitung durch Nachsitzen, den Affront, mit nur vier Akteuren anzutreten, was bereits vorab einen kampflosen Verlust von vier Spielpunkten bedeutete. Bei zwei Schwänzern auf einmal konnte erwartungsgemäß nicht einmal ein einigermaßen respektables Tagespensum abgeliefert werden. Und dieses hielt sich in der Tat mit insgesamt vier Spielgewinnen ( ein Doppel, einmal „Pat“ Janssen und zweimal Oliver Dörr) in engen Grenzen. Eine derartige Arbeitsverweigerung brachte selbst den Altmeister und ehemaligen Lehrer Hermann Deckers auf die Palme, von wo er hilflos und mit der Motivationskunst am Ende das Treiben an den Tischen, das mit einer 4:9 Niederlage endete, lustlos an sich vorüberziehen ließ. Mithin mag man nur hoffen, dass der entnervte Haudegen rechtzeitig bis zum Nachsitzen für den Klassenerhalt, das am 9. Mai gegen den SV Sonsbeck ansteht, wieder von seiner unter Blättern versteckten Fluchtburg herunterkommt. Und sollte es am Ende auch noch mit dem Nachbrummen daneben gehen, was bei dem traurigen Gesamtbild der Truppe nicht ausgeschlossen werden kann, erleben die Kameraden dann einen Hermann Deckers, der bei all seinen Verdiensten um die Entwicklung des Walbecker Tischtennissports vor Verzweiflung nicht nur auf die Palme getrieben wird, sondern im Stile eines HB-Männchens gleich wie eine Rakete hoch in die Luft geht? Bleibt nur zu hoffen, dass ein derartiges Schreckensszenario der Mannschaft erspart werden kann.

Einem bitteren Schicksal ging die Viertvertretung in der 1. Kreisklasse entgegen. Auf einem langen Todesmarsch war der Stammkader, der sich von lumpigen zwei Pünktchen ernähren musste, schon frühzeitig auf Haut und Knochen herunter gemagert und konnte sich nur noch mit Hilfe von besser genährten Ersatzspielern notdürftig auf den Beinen halten. Drei Spieltage vor dem sicheren Versenkungstermin, bereits im Vorstadium der Verwesung, wollte es die halbwegs skelettierte Truppe in einer Art Agonieschub dann doch noch einmal wissen. Um nicht wie Parias irgendwo in der Tischtenniswildnis achtlos verscharrt zu werden, warf sie sich im Bemühen, die letzten Stationen auf dem Weg zur sicheren Grablegung mit Anstand und Würde hinter sich zu bringen, ein letztes Mal in Schale. Und in der Tat wehte unversehens ein Hauch von Lebenslust und Kampffreudigkeit durch die Rippen, auch wenn zunächst im Doppeldurchgang ein 0:3 Rückstand nicht verhindert werden konnte. Dann aber flatterte „Kranich“ Heinz Leuken, ohnehin von Natur her kein ausgesprochen erdgebundener Spielertyp, den bevorstehenden Aufstieg ins Paradies vorwegnehmend noch einmal in die Höhe und verkürzte mit einem luftigen Dreier auf 1:3. Gleich hinterher stemmte sich Markus Günther gegen einen vorzeitigen Abschuss, den die armen Seelen in Richtung Leben nach dem Tode nun mal über sich ergehen lassen müssen, und legte einen weiteren Quicky zum 2:3 nach. Nachdem sich anschließend „Nussi“ Haßelmann, schon von Haus aus kein Kraftbolzen und mittlerweile von den vielen Prügeltouren seiner Mannschaft zusätzlich auf eine halbe Portion herunter geschmälert, das 2:4 eingefangen hatte, besorgte Marco Schneider das 3:4. Mehr war dann vorerst nicht mehr aus den Klappergestellen herauszuholen und nach einer Durstsstrecke mit Niederlagen von „Micha“ Cools, Ersatzspieler „Gerry“ Janssen, Heinz Leuken und Markus Günther war es beim Stande von 3:8 bereits wieder zappenduster. Noch einmal rappelte sich „Nussi“ mit letzter Kraft auf und konnte mit einem Kampfsieg auf 4:8 verkürzen, ehe dann Marco Schneider mit einem Grasbeißer zum 3:9 seinen Kameraden den nächsten Sargnagel zum letzten Gang auf Erden verpasste.

Das bittere Ende vor Augen machte sich die Cools-Truppe zum GSV Viktoria Suderwick II auf den Weg. Doch leider erhielt das Bemühen, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen, schon vorab einen deutlichen Dämpfer, weil lediglich fünf Akteure aufgeboten werden konnten. Mithin wunderte es wenig, dass mit dem Verlust sämtlicher Doppel und einem Patzer von „Nussi“ Haßelmann gleich einem 0:4 Rückstand hinterher gelaufen werden musste. Dann wehrte sich zunächst Markus Günther ein weiteres Mal gegen die Vorstellung, am Ende der Saison in einem Massengrab zu enden, und markierte mit einem Kraftakt das 1:4. Anschließend hatte Ludger Hebinck, der sich auf dem langen Hungermarsch seiner Kameraden schon mal des Öfteren zur Stärkung heimlich in die Büsche geschlagen hatte und mit einigen Kalorien mehr auf den Rippen noch den robustesten Eindruck hinterließ, genügend Saft in Arm und Bein, um locker auf 2:4 nachzulegen. Und auch Marco Schneider verspürte wenig Lust, sich seine letzte Ruhestätte selbst zurecht schaufeln zu müssen, und verkürzte sogar auf 3:4. Ein weiteres Nachrücken verhinderte zunächst ein kampfloser Spielverlust zum 3:5, ehe „Micha“ Cools mit einem Dreier zum 4:5 die Partie weiter offen halten konnte. Die Chance, ein Pfund draufzulegen und vielleicht sogar das Blatt noch zu wenden, verpassten nacheinander Markus Günther und „Nussi“ Haßelmann, die sich jeweils eine Dreierklatsche zum 4:7 einfingen. Ein Hauch von Hoffnung keimte auf, nachdem Marco Schneider noch einmal einen Gegenschlag zum 5:7 hatte anbringen können. Ging da möglicherweise noch mehr? Diese Frage musste fürs Erste „Luggi“ Hebinck, der sich immer mal wieder dem Dauerstress seiner ausgezehrten Kameraden hatte entziehen und noch die meisten Kraftreserven hätte mobilisieren können, beantworten. Er tat dies, indem er wie gewohnt sein Greifwerk auf volle Länge ausfuhr. Leider gelang ihm beim Einfangen und Austeilen am Ende eines fünfsätzigen Bemühens nicht der entscheidende letzte Zugriff, der sogar noch die Chance auf eine Sensation hätte eröffnen können. So aber musste er enttäuscht zum 5:8 quittieren. Und da auch „Micha“ Cools keinen zündenden Auftritt mehr hatte hinlegen können, war die nächste Niederlage perfekt, die allerdings mit 5:9 immerhin ungewohnt respektabel ausfiel.

Dann endlich war es soweit. Mit der Partie gegen PSV Kamp-Lintfort IV zum Saisonabschluss nahte auch das Ende eines endlos langen Trauerzuges durch die 1. Kreisklasse. Noch einmal galt es, Haltung zu wahren und sich würdevoll von den Gästen und darüber hinaus von der gesamten Konkurrenz der Spielklasse zu verabschieden. Und in der Tat gaben „Michas“ Kamikaze-Kämpfer für die letzten Stunden über der Erde, bevor sie darunter verschwanden, noch einmal alles, was zu einem denkwürdigen Abschied beitragen konnte. Allein insgesamt acht Fünfsatz-Entscheidungen lieferten den Beweis dafür, wie knapp es in der Schlusspartie noch einmal zuging. Nach einem 1:2 Rückstand aus dem Doppeldurchgang stieg „Kranich“ Heinz Leuken zu einem seiner letzten Flüge auf und schoss mit seinen Treffern zum 2:2 Ausgleich gleichsam als Begleitschutz-Engel vorsorglich schon mal für seine Kameraden am Boden den Weg in Richtung Himmelspforte frei, während sich gleichzeitig Markus Günther und Marco Schneider, wenn auch erst nach harter Gegenwehr, das 2:4 einfingen. Nachdem „Micha“ Cools auf 3:4 hatte verkürzen können, fuhr dem jugendlichen Ersatzspieler Jonah Mattheus, das offene Grab vor Augen, ein gewaltiger Schreck durch sein eher auf lustiges Tanzen eingestelltes Gebein und er ging zitternd frühzeitig zum 3:5 in die Knie. Sodann griff Frank Vervooren, ebenfalls als Hilfskraft ausgeliehen, passend zu seinem Beruf als Stukkateur kurz entschlossen zur Putzer-Kelle und verpasste der gruseligen Szenerie mit schnellen Strichzügen zum 4:5 einen Hauch von tröstender Ornamentik. Dagegen ging anschließend eine weitere „Kranich“-Nummer von Heinz Leuken krachend zum 4:6 in die Hose, wie auch Markus Günther gleich hinterher mit einer Dreierklatsche sogar das 4:7 hinnehmen musste. Parallel dazu verkürzte Marco Schneider, der immer noch nicht wahr haben wollte, dass es bald mit der Mannschaft zu Ende gehen sollte, mit einem Kampfsieg noch einmal auf 5:7, während der Teamchef „Micha“ nach einem Ausrutscher zum 5:8 schon mal einen tiefen Blick in den Abgrund, in den er und seine Kameraden bald verschwinden würden, werfen durfte. Dann wurde auch Jonah Mattheus das seltsame Ambiente langsam doch zu heiß und keineswegs gewillt, sich seine Jugendkraft bereits vorzeitig vom Erdgewürm zernagen zu lassen, versuchte er, sich mit einem Dreier zum 6:8 das ihm drohende Schicksal ein für allemal noch vom Hals zu schaffen. Doch leider zu spät. Denn Frank Tervooren besiegelte mit einem verkorksten Auftritt die mit 6:9 bislang knappeste Niederlage, die der Mannschaft schließlich doch noch den erwünschten würdevollen Abschied bescherte. Dann wurde zur Grablegung gebeten und unter dem virtuellen Geläut des Totenglöckleins wurden Cools und Co. symbolisch von den Gästen als Versenkungshelfern zur letzten Ruhe geleitet und erhobenen Hauptes in die Mannschaftsgruft abgeseilt. Und auf dem Grabstein ist zu lesen: „ Hier liegt verriegelt und verrammelt, was selbstverschuldet ist vergammelt.“ Eine deutliche Warnung an alle, die nach einer Wiederauferstehung in der zweiten Kreisklasse weiterhin der Illusion anhängen sollten, Preise ließen sich auch ohne Fleiß und mannschaftliche Geschlossenheit erringen.

Während also die Saison für die Mehrzahl der Mannschaften wegen erbitterter Kämpfe um Aufstieg oder Klassenerhalt, die durchweg mit dem letzten Ballwechsel entschieden wurden, äußerst stressig verlief, durfte der „Kanne“-Vierer im Vergleich zu den vorangegangen Jahren eine ungewohnt ruhige Kugel schieben. Vorbei die Zeiten, wo bei knappem Personal die allwöchentlichen Eskapaden der Schluckspechte „Bernie“ Verhölsdonk und „Franky“ Tervooren regelmäßig gewaltige Lücken in den Stammkader rissen, seit Jüngstem aber mit Carsten Beckmann und Luca van Lier endlich zuverlässige „Feuerwehrmänner“ zur Verfügung standen. Vorbei die Zeiten, wo die ständige Suche nach einem spielfähigen Vierer mit einem Mega-Verschleiß an Schuhsohlen und hohen Telefonrechnungen das Familienbudget des Teamchefs Heinz Kannengießer über Gebühr strapazierte. Endlich mal mehr Kohle in der Haushaltskasse für den einen oder anderen zusätzlichen Erholungsurlaub zum Stressabbau. Ein Gewinn nicht nur für den Teamchef persönlich, der seine volle Kraft mehr in das sportliche Geschehen an den Tischen investieren konnte, statt sie beim ewigen Klinkenputzen zum Einsammeln lauer Kameraden vergeuden zu müssen, sondern auch für die gesamte Mannschaft, die damit an Zuverlässigkeit und innerer Geschlossenheit gewann. Dass damit nicht auch gleich eine deutliche Leistungssteigerung einherging, war eher zweitrangig. Hauptsache, die Chemie stimmte wieder. Das zeigte sich in der Begegnung beim SV Millingen VII, wo mal wieder Bernd Verhölsdonk und Frank Tervooren, die einen Termin zum Flachlegen von Damen auf der Kegelbahn wahr zu nehmen hatten, ersetzt werden mussten, aber durch Carsten Beckmann und den jugendlichen Nachwuchsspieler Luca van Lier würdig vertreten wurden. Nach ausgeglichenen Doppeln eröffnete „Gerry“ Janssen mit einem Kampfsieg über die gegnerische Nummer Eins zum 2:1 den Einzeldurchgang. Nach einem Patzer von Heinz Kannengießer legte postwendend Luca van Lier mit klug verteilten Vorhandzügen wieder auf 3:2 vor. Eine kurze Durststrecke mit ein paar Runden durchs Fettnäpfchen für Carsten Beckmann, Heinz Kannengießer und „Gerry“ Janssen warf die Mannschaft vorübergehend auf 3:5 zurück. Dann aber packte zunächst „Becki“ seine Trickkiste aus. Mal schaufelte er mit seinen riesigen Fangarmen, die überall gleichzeitig zu sein schienen, selbst halbwegs vom Boden, alles ab, was von seinem Gegner herüberkam, mal schob er nur schwer auszumachende Querschläger ein. Eine todsichere Erfolgsmasche zum 4:5 Anschluss. Und gleich hinterher glich Luca van Lier im Wechsel von abwartendem Bällchenhalten und klugem Ausnutzen der sich bietenden Versenkungschancen zum 5:5 aus, während gleichzeitig am Nebentisch Teamchef Heinz volle „Kanne“ aufdrehte, mit ausdauerndem Geschnibbel seinen Gegner solange vor sich her trieb, bis er einen seiner mörderischen Linkshand-Knaller unterbringen konnte, was ihm einen sicheren Spielgewinn zur 6:5 Führung einbrachte. Dann erwischte es im Bemühen, zum entscheidenden Durchbruch nachzulegen, Carsten Beckmann, der seine unorthodoxe Spielkunst derart übertrieb, dass sie zusehends eine unkontrollierte Eigendynamik entwickelte. Am Ende entglitt sie ihm vollends zum 6:6 Ausgleich. Völlig unerwartet geriet auch noch Luca van Lier, der bis dato eine tadellose Leistung abgeliefert hatte, aus der Spur und fing sich mit einer Dreierklatsche das 6:7 ein. Selbst eine noch mögliche Punkteteilung geriet in Gefahr, als „Gerry“ Janssen bereits den ersten Satz vergeigt hatte. Doch mit einem energischen Zugriff riss er das Ruder noch einmal herum und steuerte sicher auf ein alles in allem wohl verdientes 7:7 zu.

Zum Saisonabschluss hatte der „Kanne“-Vierer beim SV Budberg II anzutreten und rechnete sich angesichts des 7:7 Hinspielergebnisses durchaus einen weiteren Punktgewinn aus. Und mit einem 1:1 im Doppeldurchgang lief die Partie in der Tat vielversprechend an. Doch dann stand plötzlich „Bernie“ Verhölsdonk, dem der ständige Wechsel zwischen grifffesten Humpen und henkellosen Ping-Pong-Brettchen sowie zwischen dicken Kugeln zum Flachlegen von wehrlosen Damen und kleinen Bällchen zum Einlochen gegen wendige Gegenspieler doch auf die Dauer über seine Kräfte zu gehen scheint, auf dem Schlauch und musste sich mit einem deftigen Dreier zum 1:2 auseinandernehmen lassen. Im gleichen Takt wurden anschließend auch noch Heinz Kannengießer und Luca van Lier vorgeführt und mussten bereits das 1:4 hinnehmen. Nach zwei weiteren Patzern von „Gerry“ Janssen und Heinz Kannengießer lag die Mannschaft fast uneinholbar sogar 1:6 zurück. Dann endlich reifte bei seinem nächsten Auftritt im Kegelbruder und Schluckspecht „Bernie“ langsam die Erkenntnis, dass in den Millinger Boxen kein Umsäbeln von Damen und Bauern oder Königswürfe, sondern knallhartes Tischtennisgeschäft gefragt war. Spätesten aufgeschreckt durch einen 0:2 Satzrückstand bog er die Partie noch um und erzielte mit einem Kampfsieg das 2:6. Das war’s dann auch schon. Da anschließend weder „Gerry“ Janssen noch Luca van Lier Zählbares vom Brettchen brachten, senkte sich recht früh der Vorhang zu einer 2:8 Klatsche, mit der bei einer Gesamtbilanz von 8:24 Punkten die Saison auf dem siebten Tabellenplatz abgeschlossen wurde.

HERRENTEAMS MÜSSEN SICH AUF EINE HEISSE ENDPHASE GEFASST MACHEN

VERBANDSLIGIST BEHAUPTET MIT KNAPPEM VORSPRUNG CHANCE AUF DIREKTEN AUFSTIEG. RESERVISTEN (BEZIRKSLIGA) UND DRITTE MANNSCHAFT (KREISLIGA) LIEFERN SICH IM KAMPF UM DEN KLASSENERHALT EIN HEISSES RENNEN UM DIE RELEGATIONSRÄNGE. VIERTVERTRETUNG (1. KREISKLASSE) STEHT SCHON SEIT LÄNGEREM ALS ABSTEIGER FEST. „KANNE“-VIERER (3. KREISKLASSE) IM UNTEREN MITTELFELD.

Herrenteams müssen sich auf eine heiße Endphase gefasst machen. Verbandsligist behauptet mit knappem Vorsprung Chance auf direkten Aufstieg. Reservisten (Bezirksliga) und dritte Mannschaft (Kreisliga) liefern sich im Kampf um den Klassenerhalt ein heißes Rennen um die Relegationsränge. Viertvertretung (1. Kreisklasse) steht als Absteiger schon seit Längerem fest. „Kanne“-Vierer (3. Kreisklasse) im unteren Mittelfeld.

Das sportliche Geschehen in der Verbandsliga Gruppe 4 ist schon fast die gesamte Saison über von einer Zweiklassengesellschaft geprägt. In der Spitze ein Fünferfeld mit WRW Kleve, TuS Rheinberg, PSV Oberhausen, SV Walbeck und Bayer Uerdingen II, das sich schon frühzeitig nach oben abgesetzt hatte und sich seitdem ein hartnäckiges Kopf-an-Kopf-Rennen um die die vier direkten Aufstiegsränge für die neue NRW-Liga liefert. Darunter die restliche Konkurrenz mit einem Füllprogramm, das wenig Aufregendes zu bieten hat, zumal mit der weit abgeschlagenen Drittvertretung von Bayer Uerdingen schon längst der Dauer-Grasbeißer in Richtung Landesliga unterwegs ist. Für die Peil-Truppe hatte sich nach den ersten vier Spieltagen der Rückrunde die günstige Ausgangslage in Richtung Aufstieg noch einmal dadurch verbessert, dass der Verfolger Bayer Uerdingen II durch Punktverluste auf drei Zähler weiter abgehängt werden konnte. Mithin ging es in der anschließenden Partie beim Tabellenachten TTV Hamborn darum, den Anlauf zum Sprung in die NRW-Liga noch einmal zu forcieren. Mit dem Gewinn zweier Doppel sowie Einzelsiege durch Christian Peil und Kestutis Zeimys wurde gleich eine beruhigende 4:1 Führung vorgelegt. Nach einem Patzer von Jörn Ehlen erhöhten Peter Koelen, Yannick Büns und Henrik Cobbers mit je einem Dreier postwendend auf 7:2. Dann fand Kestutis Zeimys überraschenderweise in dem knurrigen Hamborner „Höllenhund“ Atmaca zum 7:3 seinen Meister, ehe Christian Peil mit einem Kampfsieg das 8:3 markieren konnte. Den anschließenden Plumpser von Peter Koelen bügelte Jörn Ehlen mit einem hart umkämpften Fünfsatz-Sieg zum 9:4 Endstand aus.

Sodann machte sich die Truppe zum Bayer Uerdingen III auf den Weg, um der Werksmannschaft auf ihrem langen Trauermarsch zur bevorstehenden Grablegung in kameradschaftlicher Verbundenheit vorab schon mal die letzte Ehre zu erweisen. Doch mehr als Bewunderung für die Standhaftigkeit, mit der die leidgeprüften Hausherren ihr Schicksal über sich ergehen ließen, war den Walbecker Trauergästen kaum abzugewinnen. Abgesehen von einem Viersatz-Sieg des leicht von Tränen gerührten Yannick Büns vollzog sich das Kondolenz-Defilé in lauter Dreisatz-Durchgängen. Am Ende stand also mit einer 9:0 Klatsche der bislang höchste Saisonsieg zu Buche, mit dem nicht nur der vierte Tabellenplatz weiter gefestigt wurde, sondern sogar mit dem PSV Oberhausen (je 25:7), der bei Bayer Uerdingen II unter die Räder geraten war (4:9), gleichgezogen werden konnte.

Mit der Partie gegen den Spitzenreiter WRW Kleve wurde bereits die heiße Phase im Aufstiegskampf innerhalb der vierköpfigen Führungsriege eröffnet. Vor großer Zuschauerkulisse entwickelte sich ein großer Fight, dessen knisternde Spannung mit Händen zu greifen war. Doch wider Erwarten ergriffen zunächst die Gäste die Initiative, sodass die Peil-Truppe nach einem 1:2 Rückstand aus dem Doppeldurchgang durch Niederlagen von Kestutis Zeimys, Christian Peil und Peter Koelen sogar weiter auf 1:5 zurückfiel und bereits gewaltig unter Druck geriet. Nachdem sodann ein kampfloser Spielgewinn durch „Olli“ Schauer das 2:5 eingebracht hatte, wirbelte Jörn Ehlen wie ein wild gewordener Handfeger durch’s Geviert und rang seinem verdutzten Gegner den nächsten Punkt zum 3:5 ab. Anschließend präsentierte sich Yannick Büns in blendender Schusslaune und ballerte einen saftigen Dreier heraus, mit dem bereits der 4:5 Anschluss gelang. Und als gar Kestutis Zeimys unter frenetischer Anfeuerung bereits zur 2:0 Satzführung nach vorn gepeitscht worden war und der Ausgleich schon in der Luft lag, da packte er hohes Risiko gehend einfach zu viele Kunstschläge für die Galerie aus. Immer mehr Schläge verschwanden im Ofenrohr und am Ende hieß es 4:6. Nach einem Dreier, den sich Christian Peil um die Ohren hatte schlagen lassen müssen, drohten die Felle beim Stande von 4:7 bereits davonzuschwimmen. Einem kampflosen Sieg zum 5:7 durch Peter Koelen, folgte postwendend eine Schnellrunde durchs Fettnäpfchen für „Olli“ Schauer, sodass mit der Zwischenbilanz von 5:8 bereits ein Punkt in den Kamin geschrieben werden durfte. Die Chance auf wenigstens eine Punkteteilung vor Augen wuselte noch einmal Jörn Ehlen, als sei der Teufel höchst persönlich hinter ihm her, durch die Box und hämmerte gnadenlos einen Dreier zum 6:8 vom Brettchen. Und siehe da! Plötzlich entdeckte auch Yannick Büns seine Kämpfernatur, drehte nach einem 0:2 Satzrückstand den Spieß um und brachte seine Kameraden sogar auf 7:8 heran. Auf einmal machte sich auch die Kulisse, die zwischendurch fast verstummt war, wieder lauthals bemerkbar. Doch mochten die Daumen noch so platt gedrückt werden und die Anfeuerungen kein Ende nehmen, es half nichts. Denn das Schlussdoppel Zeimys/Peil, das einfach zu keiner abgestimmten Strategie fand, musste bereits nach nur drei Sätzen zum 7:9 Endstand quittieren, womit die Mannschaft bei nunmehr 27:9 Punkten nur noch einen Zähler vor dem unmittelbaren Verfolger Bayer Uerdingen II lag.

Im nächsten Schlüsselspiel beim Tabellenzweiten TuS Rheinberg ging es also praktisch schon um Alles oder Nichts. Mit jedem weiteren Punktverlust drohte der Rauswurf aus der Vierergruppe auf den Relegationsrang. Den ersten Druck nahm die Peil-Truppe gleich mit einer 2:1 Führung im Doppeldurchgang schon mal aus der Partie. Nachdem Christian Peil zum 2:2 hatte ausgleichen lassen müssen, legte Kestutis Zeimys wieder auf 3:2 vor.

Danach waren erst einmal wieder die Hausherren am Zuge und gingen mit Punktgewinnen gegen Jörn Ehlen und Peter Koelen ihrerseits mit 4:3 in Führung. Dann gab Yannick Büns mit einem deftigen Dreier zum 4:4 das Signal zu einem rasanten Zwischenspurt, der über Siege von Henrik Cobbers, Kestutis Zeimys und Christian Peil das 7:4 einbrachte. Doch der erhoffte Durchbruch war das noch nicht. Die Hausherren schlugen unversehens zurück und kamen gegen Peter Koelen, Jörn Ehlen und Henrik Cobbers zum erneuten Ausgleich von 7:7. Im Rheinberger Hexenkessel begann es nahezu explosionsreif zu brodeln. Zum Glück bewahrte Yannick Büns kühlen Kopf, zeigte Nerven wie Drahtseile und marschierte cool und clever mit einem Kampfsieg in Richtung 8:7 durch. Ähnlich stramm spielte auch das Schlussdoppel Zeimys/Peil seinen Stiefel runter und vollendete zum viel umjubelten 9:7 Gesamtsieg. Damit konnte der vierte Tabellenplatz vorerst behauptet werden. Aber die Frage, ob der Aufstieg auf direktem Wege oder doch noch nur über eine Relegationsrunde erreicht werden kann, bleibt nach wie vor offen. Eine mögliche Vorentscheidung könnte am nächsten Spieltag gegen PSV Oberhausen fallen.

Ganz andere Sorgen plagen derzeit die Reservisten in der Bezirksliga, wo sich schon seit Längerem in einem dicht gedrängten Mittelfeld, welches vom vorletzten (Falken Rheinklamp II: 9:21) bis zum fünften Tabellenplatz (BW Dingden: 14:16) reichte, ein hartnäckiges Ringen um den Klassenerhalt abspielt. Und mitten drin die Basten-Truppe (11:19), die sich nach vier Spieltagen der Rückrunde mit zwei Punktgewinnen ein wenig von der Abstiegszone hatte absetzen können. Eine vorerst letzte Möglichkeit, sich im Abstiegsgewühl zusätzlich ein wenig Luft zu verschaffen, bot sich mit der Partie gegen den Tabellenvorletzten Falken Rheinkamp II (s.o.). Dabei sollte vor allem Yannick Büns, zu Beginn der Rückrunde als Retter in der Not aus dem Verbandsligateam zurückgestuft, den Reservisten noch einmal auf die Sprünge helfen, bevor dessen Ausleihejob durch Festspielen in seiner angestammten Mannschaft ablief. Immerhin zahlte sich sein Einsatz in einem Doppelgewinn und einem Einzelsieg an Brett Eins aus. Für ein nachhaltiges Aufbäumen der gesamten Truppe reichte es allerdings nicht. Stattdessen leisteten die Gäste, die ebenfalls jeden Punkt dringend benötigten, unerwartet harten Widerstand, der sich bereits in einem 1:2 Rückstand nach dem Doppeldurchgang ankündigte. Nachdem Yannick Büns zunächst zum 2:2 hatte ausgleichen können, zog sich die Begegnung mit wechselnden Vorteilen bis zum 4:4 zäh dahin, ehe Ersatzspieler Ralf Hendrix und Yannick Büns die Gäste auf 4:6 davonziehen lassen mussten. Sodann glichen „Hejo“ Basten und „Candy“ wieder auf 6:6 aus. Den anschließenden Patzer von Hubert Werland bügelte postwendend Hans-Gerd Sommer zum 7:7 aus. Dann schulterte Ralf Hendrix, fest entschlossen, den Weg in Richtung Punktgewinn frei zu säbeln, seine hoch geschliffene Sense und machte sich an die Arbeit. Doch wie er sich auch abmühte, er bekam den gegnerischen Wildwuchs nicht wie gewünscht in den Griff und musste sich am Ende einer Fünfsatz-Schnibbelei noch zum 7:8 geschlagen geben. Beim anschließenden Versuch, wenigstens noch eine Punkteteilung zu retten, kam das Schlussdoppel Kaenders/Büns über einen Satzgewinn nicht hinaus, sodass mit einer knappen 7:9 Niederlage die vorerst wohl letzte Gelegenheit, sich weiter nach oben abzusetzen, kläglich vertan wurde. Mit nunmehr 11:21 Punkten fielen die Reservisten wieder auf den Relegationsrang zurück.

Mit der anschließenden Partie gegen den Tabellensiebten SV Union Kevelaer-Wetten (13:19), der im Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls noch nicht aus dem Gröbsten raus war, ging der Tanz auf dem Vulkan in die nächste Runde. Und da neben dem Ausfall des langzeitverletzten „Balu“ Rogge zusätzlich ab sofort die abgelaufene Leihfrist für Yannick Büns zu verkraften war, blieb den Reservisten nichts anderes übrig, als eine weitere Mega-Portion Angstschweiß abzudrücken. Dabei zeigte sich, dass hier und da einem Bonmot zufolge noch Zeichen und Wunder geschehen. Denn die Basten-Truppe ging entgegen ihrem sonstigen Trott überraschenderweise durch den Gewinn zweier Doppel sowie Einzelsiege durch „Hejo“ Basten und Harald van Bühren mit 4:1 in Führung. Und „Candy“ hatte bei einer 2:1 Satzführung sogar die Chance, diese weiter auszubauen, auf dem Schläger. Doch im unbändigen Drang, den womöglich vorentscheidenden Durchbruch erzwingen zu wollen, ließ er sich auf eine wilde Keilerei ein und zog dabei am Ende noch zum 4:2 den Kürzeren. Nachdem Hubert Werland wieder auf 5:2 erhöht hatte, leistete sich Hans-Gerd Sommer mal wieder eine seiner für die Galerie gedachten Zugnummern, die prompt zum 5:3 in die Hose ging. Und nachdem Ersatzspieler „Sammy“ Wirtz, ohnehin schon vertikal unterwüchsig, von seinem Gegner sogar auf Strichmännchenformat zurechtgestutzt worden war, drohte beim Stande von 5:4 bereits wieder Hängen im Schacht. Doch die Gegenoffensive, zu der sie die Gäste zu sammeln schienen, endete zum Glück in der sicheren Abwehr von „Hejo“ Basten, der somit das 6:4 markierte und seine Mannschaft weiter im Spiel hielt. Mit einem für ihn typischen „High-Noon“-Auftritt erhöhte Harald van Bühren sogar auf 7:4. „Candys“ anschließenden Grasbeißer bügelte Hubert Werland mit einer wuchtigen Kontereinlage wieder zum 8:5 aus. Das hätte es eigentlich sein müssen. Doch wie sooft zuvor, übernahm plötzlich Kamerad Knickebein das Kommando. Zum fälligen Finalschuss mangelte es zunächst Hans-Gerd Sommer am nötigen Stehvermögen, sodass er frühzeitig zum 8:6 in die Knie ging. „Sammy“ Wirtz fuchtelte hilflos mit seiner Patsche durch die Box, als wollte er verspielt wie im Sandkasten herumschaufeln und schon hieß es 8:7. Die letzte Siegchance versemmelte das Schlussdoppel van Bühren/Werland, das, wenn auch erst in der Verlängerung des fünften Satzes, den entscheidenden Einlocher verpasste. Immerhin reichte es am Ende noch zu einer Punkteteilung, mit der die Reservisten bei nunmehr 12:22 Zählern wieder auf den neunten Tabellenrang vorrücken konnten.

Dadurch, dass sich die Basten-Truppe in den beiden letzten Begegnungen von vier greifbar nahen Punkten drei leichtfertig vor der Nase hatte wegschnappen lassen, war die einmalige Chance, sich weiter von der unmittelbaren Abstiegszone abzusetzen, sträflich vertan. Der Teilerfolg gegen SV Union Kevelaer-Wetten war kaum mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Luft blieb nach wie vor dünn und so, wie sich die Schwerenöter derzeit präsentierten, hingen wohl auch beim Tabellenfünften SV BW Dingden die Trauben nahezu unerreichbar hoch. Daran änderte auch die überraschende 2:1 Führung aus dem Doppeldurchgang nur wenig. Von Aufbäumen keine Spur. Nachdem Harald van Bühren, der eifrig das Ofenrohr bedient hatte und über einen Satzgewinn nicht hinausgekommen war, stand „Hejo“ Basten, dessen Abwehr wie ein löchriger Schweizer Käse dahin schmolz, bereits nach drei Durchgängen auf dem Schlauch. Wenig zu sehen war auch von Hubert Werlands sonst viel gerühmtem zugkräftigem Konterspiel. Von seinem furios angreifenden Gegner immer wieder in die Abwehr gedrängt, wurde er durch ständig erzwungene Vor- und Rücklaufbewegungen zu unkoordinierten Verzweiflungsschlägen gezwungen und musste frühzeitig die Segel streichen. Nicht viel besser erging es „Candy“ und Ersatzspieler Hermann Deckers, die sich jeweils einen deftigen Dreier einfingen. Damit war beim Stande von 2:6 der Drops bereits so gut wie gelutscht. Immerhin durfte Hans-Gerd Sommer noch einmal ein paar Modelle aus seiner Überzieher-Kollektion zum 3:6 an den Mann bringen. Mehr aber hatten die Reservisten nicht mehr zu bieten. Nachdem „Hejo“ Basten und Harald van Bühren kaum mehr als Frustnummern zum 2:8 abgeliefert hatten, musste zu allem Unglück „Candy“ verletzungsbedingt kampflos zum 3:9 quittieren, womit die Mannschaft wieder auf den Relegationsrang zurückfiel.

Die Tabellensituation blieb also nach wie vor prekär, zumal in einem Fernduell mit dem punktgleichen (je 12.24) Tabellenvorletzten Falken Rheinkamp II sogar das Damokles-Schwert eines direkten Abstiegs drohte. Die Chancen, noch ein Schlupfloch ins sichere Mittelfeld zu erwischen, waren minimal, erst recht beim Spitzenreiter TuS Xanten II, wo sich die Basten-Truppe eher auf eine weitere Prügelorgie einzustellen hatte. Und so lagen die Reservisten, die lediglich den Gewinn eines Doppels verbuchen konnten, schnell 1:5 zurück, ehe „Candy“ mit einem Kampfsieg noch einmal auf 2:5 verkürzen konnte. Das war es dann auch schon. Zum Glück richtete die 2:9 Niederlage kein weiteres Unheil an, weil gleichzeitig die Rheinkamper Falken beim TV Rees-Groin II mit 1:9 unter die Räder gekommen waren, sodass wenigstens die Chance, den Klassenerhalt über die Relegationsrunde zu erhalten, fürs Erste gewahrt blieb. Mit nunmehr 12:26 Punkten steht den Reservisten ein spannendes Restprogramm mit Optionen in sämtliche Richtungen bevor. Im günstigsten Fall, d.h. mit 6 Punkten aus den noch verbleibenden drei Begegnungen, könnte sich die Basten-Truppe ein für allemal problemlos aller Sorgen um den Klassenerhalt entledigen. Nicht auszuschließend ist aber eben auch der „worst case“ eines direkten Abstiegs. Vermutlich wird es wohl auf eine knappe Entscheidung im Fernduell mit Rheinkamp in Richtung des Klassenerhalts über ein Nacharbeiten des zuvor versäumten Pensums hinauslaufen. Und bevor tatsächlich alle Stricke reißen sollten, hilft vielleicht wenigstens noch die Spruchweisheit, die da lautet: „Wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, strahlt von irgendwo ein Lichtlein her.“ Eine wundersame „last-minute“-Erleuchtung als letzte Rettung vor der Finsternis – warum nicht?

Noch bedrohlicher als für die Reservisten stellte sich nach vier Spieltagen der Rückrunde die Situation für die dritte Mannschaft in der Kreisliga dar. Mit 8:16 Punkten lieferte sie sich bereits auf drei Zähler vom rettenden Mittelfeld abgehängt ein erbittertes Kopf-an-Kopf Rennen mit dem Tabellenvorletzten PSV Kamp-Lintfort III (7:19) um den Klassenerhalt. Dieser war nach Lage der Dinge im günstigsten Falle nur noch über die Relegation zu gewährleisten. Hierzu musste auf jeden Fall der aktuelle achte Tabellenrang abgesichert werden, wobei vor allem die Lintforter nach Möglichkeit weiter auf Distanz gehalten werden mussten. Hierzu wäre jeder zusätzliche Punktgewinn gleichsam Gold wert gewesen. Doch woher nehmen und nicht stehlen? Vor dieser Frage stand die Hendrix-Truppe wie schon so oft zuvor erst recht mit Blick auf die Partie gegen den Tabellenzweiten GW Flüren III. Und prompt geriet sie gegen die favorisierten Gäste auch gleich bei einem zwischenzeitlichen Gegenschlag von Ralf Hendrix fast uneinholbar mit 1:5 ins Hintertreffen. Nachdem „Olli“ Dörr, der sich neben Altmeister Hermann Deckers als einziger der Truppe durch regelmäßiges Training als Punktesammler in Erinnerung bringt, auf 2:5 verkürzt hatte, lag die Mannschaft durch anschließende Patzer von Heinz Leuken, Marco Schneider und Ralf Hendrix bereits 2:8 zurück, ehe Hermann Deckers, der Woche für Woche unverdrossen an seinem Stehvermögen herumfeilt, noch einmal kraftvoll zum 3:8 einschieben konnte. Dann verpasste „Sammy“ Wirtz seinem kaum mehr aufzuhaltenden leistungsmäßigen Schrumpfungsprozess einen weiteren Schub nach unten und zog mit seinem Patzer zum 3:9 Endstand bereits frühzeitig den Schlussstrich unter eine weitere traurige Vorstellung.

Die Suche nach dem einen oder anderen noch zum Klassenerhalt benötigten Pünktchen wurde allmählich, nachdem Hubert Werland und Hans-Gerd Sommer als vorübergehende Leihgaben der Reservisten längst wieder zurückgefordert waren und die Dauerkarteileiche Karl Vogel endgültig regungslos vor sich dahinstaubte, zusätzlich durch personelle Auszehrung erschwert. So mussten für die Partie beim Tabellendritten TuS Borth II mit Patrick Janssen, Ludger Hebinck und Heinz Kannengießer gleich drei Ersatzspieler aufgeboten werden. Kein Wunder also, dass sich sowohl die Eingangsdoppel als auch „Sammy“ Wirtz mit seinem ersten Einzelauftritt gleich lauter Dreisatzklatschen zum 0:4 Rückstand einfingen. Mit zwei anschließenden Kampfsiegen von Hermann Deckers und „Pat“ Janssen zum 2:4 war dann auch schon das Pulver verschossen und mit einer saftigen 2:9 Packung durfte bereits frühzeitig die Heimreise angetreten werden.

Einen Tick schlimmer erwischte es den Kreisligisten gegen den TTC BW Sevelen. „Sammy“ Wirtz und „Olli“ Dörr als der verbliebene Rest des Stammkaders standen mit einer aus den unteren Mannschaften zusammengekratzten Nottruppe vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Dass die Akteure fast mehr Zeit beim Umkleiden und unter der Dusche verbrachten als an den Tischen, sagt im Grunde alles über die 0:9 Turbo-Packung, die „Olli“ Dörr mit seiner Truppe über sich ergehen lassen musste. Und wie stets nach den letzten wenig erfreulichen Auftritten ging auch diesmal ein verstohlener Blick in Richtung des Fernduellanten PSV Kamp-Lintfort III. Und nachdem feststand, dass auch dieser weiterhin auf dem vorletzten Tabellenrang verharrte, durfte sich die Mannschaft fürs Erste nach wie vor beruhigt zurücklehnen.

Die Hängepartie in der Abstiegszone ging also weiter. Immerhin bot sich mit der anschließenden Partie gegen das Schlusslicht TTV SW Uedem (2:30) nach der jüngsten Pleiteserie eine realistische Chance auf einen doppelten Punktgewinn, mit dem der unmittelbare Verfolger weiterhin auf Distanz gehalten werden konnte. Und da für diese wichtige Begegnung mit Ralf Hendrix, Hermann Deckers, „Sammy“ Wirtz und „Olli“ Dörr, ergänzt durch die Ersatzspieler Heinz Leuken und Markus Günther, das Beste, was derzeit zur Verfügung stand, aufgeboten werden konnte, gingen die Akteure mit einer gewissen optimistischen Grundstimmung an die Tische. Dennoch tat sich die Dörr-Truppe gegen den bereits als Absteiger feststehenden Gegner, der im Grunde nichts mehr zu verlieren hatte, zunächst äußerst schwer. Nach einem ersten zähen Abtasten reichte es über den Gewinn zweier Doppel und einen souveränen Dreisatzsieg von Ralf Hendrix zu einer 3:1 Führung, die postwendend durch Hermann Deckers und „Sammy“ Wirtz, die sich je eine Turbo-Klatsche einfingen, zum 3:3 Ausgleich verspielt wurde. Danach musste sich auch „Olli“ Dörr gewaltig lang und breit machen, weil sein Gegenspieler, dem er aus seinem gut gefüllten Fass bis zur 2:1 Satzführung bereits reichlich eingeschenkt hatte, plötzlich unbändiges Schluckvermögen entwickelte, sodass „Olli“ sich gezwungen sah, ein paar hochprozentige Portionen „Dörr-Pils“ nachzubrauen, um ihn gleichsam mit dem letzten Tropfen berauscht zum 4:3 unten den Tisch sinken zu lassen. Derweil gewann „Kranich“ Leuken sehr schnell die Lufthoheit über dem Nebentisch und konnte bereits nach drei Platzrunden einen zum 5:3 erfolgreichen Feindflug vermelden. Als sodann der Versuch von Ralf Hendrix und Markus Günther, mit allzu sorgloser Ballerei gegen den vermeintlich angeschlagenen Gegner den entscheidenden Durchbruch in Angriff zu nehmen, mit Dreisatz-Klatschen gehörig in die Hose gegangen war, da hatte beim Stande von 5:5 Altmeister Hermann Deckers mal wieder die Schnauze voll. Die Blamage, selbst gegen den Tabellenletzten die einzig noch verbliebene Chance, die Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu verbessern, leichtfertig aufs Spiel zu setzen, wollte der alte Haudegen dann doch nicht auf sich sitzen lassen und legte mit einem beherzten Kampfauftritt wieder auf 6:5 vor. Und als gleich hinterher Wirtz gegen Wirtz zum Duell der Namenvetter an den Tisch gerufen wurde, da wollte es auch „Sammy“, der zuletzt nur noch als Gartenzwerg mit ausgefranzter Patsche von sich reden gemacht hatte, noch einmal wissen. Denn ein zweiter „Wirtz“ neben „Sammy“ – das ging schon gar nicht. Damit war allen klar, dass aus „Sammys“ Sicht auf „Teufel, komm raus!“ geklärt werden musste, wer von beiden den Anspruch erheben konnte, der bessere Wirtz zu sein. Für den unvermeidlichen High-Noon-Auftritt fuhr dann „Sammy“ wie zu besten Krawallzeiten noch einmal ein hochkalibriges Geschütz auf. Nach einer kurzen Dreiersalve mit mörderischem Material hatte er bereits die Frage, wer der echte und wer der Imi-Wirtz war, auf die für ihn typische Art beantwortet und so nebenbei auch noch die Führung auf 7:5 ausgebaut. Dennoch war die Partie noch längst nicht entschieden, was zunächst „Olli“ Dörr, der bereits nach Sätzen 1:2 zurücklag, deutlich zu spüren bekam. Erst als er sein gut gefülltes Lager an Kraftreserven anzapfte, war es schnell mit der Herrlichkeit seines Gegners vorbei. Unter „Ollis“ wuchtigen Schlägen „dörrte“ dieser zusehends dahin und fing sich im Schlussdurchgang sogar eine 1:11 Klatsche ein. Damit war beim Stande von 8:5 zumindest schon mal ein Punkt im Kasten. Danach stieg noch einmal „Kranich“ Leuken zu einem Erkundungsflug auf und räumte mit zielsicherem Beschuss auch noch die letzten Uedemer Widerstandsnester zum 9:5 Gesamtsieg beiseite. Mehr Freude jedoch als über den wichtigen eigenen Erfolg verbreitete die gleichzeitige Meldung, dass der unmittelbare Verfolger PSV Kamp-Lintfort III (7:23) sich eine weitere Niederlage eingefangen hatte, sodass sich die Hendrix-Truppe mit nunmehr 10:20 Zählern auf drei Punkte von den direkten Abstiegsrängen absetzen konnte. Es bleibt also für den Rest der Saison äußerst spannend, zumal – zumindest theoretisch- die Möglichkeit besteht, an den verbleibenden drei Spieltagen sogar den Tabellensiebten TuS Xanten III (13:19) noch abzufangen und den Klassenerhalt ohne den Umweg über eine Relegationsrunde sicher zu stellen.

Während also den Reservisten und der dritten Mannschaft zur Vermeidung eines direkten Abstiegs wenigstens noch der Ausweg über ein erfolgreiches Nachsitzen offen steht, ist der Seelenverkäufer, auf dem die Viertvertretung schon die ganze Saison über durch die schwere See der 1. Kreisklasse dahindümpelt, dem sicheren Untergang geweiht. Schon frühzeitig leck geschlagen und mit einer ausgelauchten Besatzung, die sich mit einer Notration von zwei lumpigen Pünktchen bei Kräften halten musste, war die Nussschale kaum noch auf Kurs zu halten. Spätestens, nachdem sich die ersten Besatzungsmitglieder aus dem Staub gemacht hatten und Kapitän „Micha“ Cools ständig wenig aufeinander abgestimmte Aushilfskräfte anfordern musste, war abzusehen, dass sich das Team mit sinkendem Schiff auf eine Irrfahrt ohne Wiederkehr einzustellen hatte, zumal für eine Mannschaft, der das Wasser bereits bis zum Halse stand, jeder Versuch, hier und da vielleicht noch eine überlebenswichtige Ladung an Bord zu ziehen, von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Auf die vielen Notsignale hin, die „Micha“ Colls absetzte, tauchte plötzlich ein Frachter mit dem Kennzeichen „TTC Sevelen II“ auf, der im Vorbeifahren kurz eine 1:9 Packung herüberwarf und achtlos weiterdampfte. Auch die anschließende Begegnung mit dem gut gefüllten Container-Liner Union Kevelaer-Wetten III brachte lediglich eine den Sinkvorgang beschleunigende 3:9 Schrottladung ein. Und so nahm die Odyssee unaufhaltsam ihren Fortgang. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, für eine ruhigere Weiterfahrt wenigstens die gröbsten Lecks abzudichten, wurde SV Budberg als Hafen angelaufen. Doch statt einer erhofften Entlastung wurde bei kurzem Aufenthalt mit einer 4:9 Fuhre eine weitere bedrohliche Fracht draufgepackt, mit welcher Kurs in Richtung BV DJK Kellen IV genommen wurde. Nachdem auf der Überfahrt dorthin ein weiteres Mitglied der Notbesatzung über Bord gegangen war, endete für den Rest der Truppe jeder Versuch zu einem einigermaßen geordneten Handgriff im totalen Chaos einer 1:9 Klatsche. Ein bitterer Vorgeschmack auf den unrühmlichen Moment, wo Kapitän „Micha“ Cools, wie es sich für einen Schiffsführer gehört, in aufrechter Haltung als letzter das sinkende Schiff verlassen wird.

Dem Minusrekord der Abteilungsgeschichte, auf den die vierte Mannschaft in der 1. Kreisklasse mit der längsten Abschiedstour in Richtung Abstieg zusteuert, konnte Heinz Kannengießer, der Teamchef der fünften Mannschaft (3. Kreisklasse) die Erfolgsmeldung entgegensetzen, dass seine Truppe erstmals seit Bestehen in der laufenden Saison bislang durchgehend in voller Viererbesetzung an die Tische gehen konnte. Vorbei also jene unrühmlichen Zeiten, als der Mannschaftsführer auf der Suche nach einem kompletten Aufgebot in einer einzigen Saison mehr Schuhsolen als Schlägerbelege verschliss? Leider nicht, wie sich mit der Partie bei Union Kevelaer-Wetten V herausstellte, wo sich Heinz Kannengießer nebst Bernd Verhölsdonk und Luca van Lier mal wieder mit einem Notdreier herumschlagen musste. Umso erstaunlicher die Tatsache, dass dieser kraftvoll dagegen halten konnte. Die knappe 5:8 Niederlage, bei der drei Spiele kampflos an die Hausherren gingen, machte deutlich, dass bei voller Mannschaftsstärke durchaus ein Punkterfolg möglich gewesen wäre.

In der Hoffnung, das bis dato magere Konto von 5:17 Zählern ein wenig aufzubessern, machte sich der „Kanne“-Vierer, wieder vollzählig, zum Schlusslicht PSV Kamp-Lintfort VI auf die Socken und legte gleich schwungvoll los. Mit dem Gewinn eines Doppels sowie Einzelsiegen durch Bernd Verhölsdonk, Heinz Kannengießer und Luca van Lier wurde gleich eine viel versprechende 4:1 Führung vorgelegt. Nach einem Grasbeißer von „Gerry“ Janssen erhöhten Heinz Kannengießer und Bernd Verhölsdonk postwendend sogar auf 6:2, ehe Luca van Lier, Heinz Kannengießer und erneut „Gerry“ Janssen das 6:5 hinnehmen mussten. Dann endete die Aufholjagd der Hausherren vorerst bei „Gerry“ Janssen, der mit einem Kampfsieg das 7:5 markierte. Im Anschluss trumpfte das Nachwuchstalent Luca van Lier, das sich immer mehr zu einem zuverlässigen Punktesammler zu entwickeln scheint, ungewohnt nervenstark auf und zog mit einem sehenswerten Dreier bereits den Schlussstrich zu einem wohlverdienten 8:5 Sieg, mit dem sich die Mannschaft bei nunmehr 7:17 Punkten auf dem Konto ein wenig ins Mittelfeld absetzen konnte.

Chancenlos war dagegen die „Kanne“-Truppe gegen den Spitzenreiter und bereits als Aufsteiger feststehenden SV Menzelen und fing sich standesgemäß eine böse 0:8 Klatsche ein.

Der anschließend gastierende Tabellenzweite Tus Rheinberg war auch nicht gerade die Kragenweite, die der Truppe um Heinz Kannengießer große Sprünge erlaubte. Zwei Ausreißer durch Frank Tervooren, der zunächst an der Seite von Bernd Verhölsdonk im Doppeldurchgang und zusätzlich mit einem Einzelauftritt erfolgreich war, sorgten dafür, dass sich die Niederlage diesmal mit 2:8 noch einigermaßen in Grenzen hielt.